All-in-one: Bell 429 »Air Zermatt« mit Compactor 700-Mechanik

Gerade für Scale-Einsteiger bieten sich aufeinander abgestimmte Bausatzkonzepte an, um mit überschaubarem Bauaufwand schnell und unkompliziert zum eigenen Scale- Heli zu gelangen. Die Firma Roban hat mit der Bell 429 und der Compactor 700-Mechanik ein solches Konzept im Programm, über das Dirk Fürstenberg berichtet.

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Die Firma Roban bietet mit der Bell 429 und Compactor 700-Mechanik ein Gesamtkonzept an, mit dem auch ungeübte Scale-Modellbauer schnell und einfach einen sehr schönen Scale-Heli bauen können, der zudem durch seine Größe beeindruckt (Rotordurchmesser ca 1.580 mm). Der Bausatz beinhaltet neben dem Rumpf die passende Mechanik sowie Haupt- und Heckrotor mit Rotorblättern. Für die Kompletierung müssen lediglich die Elektronik-Komponenten erworben werden.

Zum Rumpf

Der Käufer bekommt einen zweiteiligen GfK-Rumpf mit einer hochwertigen Lackierung. Der Rumpf ist mit allen Spanten für Mechanik-Einbau und Innenausbau versehen. Auch das Air Zermatt-Design ist bereits fertig lackiert; lediglich die Beschriftungen liegen als Aufkleber bei.

Der Rumpf ist sehr detailgetreu nachgebildet: Alle Nieten, Konturen, Wartungsklappen, Luft- und Triebwerksauslässe sind vorhanden; Scale-Details wie Antennen, Scheibenwischer, Einstiegstritt und das Kufenlandegestell liegen separat bei und müssen noch montiert werden.

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Die Bell 429 besitzt bereits ab Werk funktionsfähige Türen. An den hinteren Schiebetüren wurden nachträglich Griffe aus Kugelköpfen angebracht.

Alle funktionsfähigen Türen sind verglast und am Rumpf montiert. An den hinteren Türen fehlen allerdings die Griffe, was das Öffnen erschwert. Ich habe hier kleine Kugelköpfe angebracht, mit denen sich die Türen besser öffnen lassen. Die vorderen Türen werden mit einem Griff geschlossen; an den hinteren sind starke Magnete verbaut. Für den Innenausbau liegt ein sehr detailliert gestaltetes Cockpit inklusive Pedale, Steuer und Pitschhebel bei. Die vorderen Sitze sowie die hintere Sitzreihe sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten und müssen noch montiert werden.

Im Bodenbereich des Modells finden die Akkus ihren Platz. Um diese zu platzieren, muss die hintere Sitzreihe entnommen werden; unter ihr finden zwei Akkupacks mit 6s 5.000 mAh Platz. Erschwert wird das Herausnehmen der Bodenplatte dadurch, dass die Kopfstütze der Sitzreihe beim Anheben am vorderen Spant anstößt; hier muss ein wenig nachgearbeitet werden.

Der Heckausleger wird an der vorgesehenen Rumpfstelle übergestülpt und umlaufend verschraubt. Anschließend muss das Seiten- und Höhenleitwerk montiert werden. Während das Seitenleitwerk am Heckausleger verschraubt wird, müssen die zwei Höhenleitwerke und der Hecksporn in die dafür vorgesehenen Einbuchtungen eingeklebt werden. Die beiden äußeren Leitwerks­platten werden ebenfalls verschraubt. Erwähnt werden sollte, dass der Heckausleger die Hebelwirkungen der großen Leitwerke nicht optimal aufnehmen kann, was zur Folge hat, dass diese leicht ins Schwingen geraten. Um dem entgegenzuwirken, wurden die beiden Höhenleitwerke mit einem Kohlefaserrohr verbunden, das knapp unter dem inneren Heckrohr verläuft.

Die obere Domabdeckung ist umlaufend mit dem Rumpf verschraubt. Um eine bessere Kühlung zu gewährleisten, wurden im vorderen Bereich der Domabdeckung Lüftungsöffnungen eingebracht, da dort Motor und Regler platziert sind.

Die Mechanik

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Die Compactor-Mechanik ist eine selbsttragende System-Mechanik; sie passt formschlüssig in den oberen Dombereich und wird bereits vormontiert ausgeliefert.

Wie der Name Compactor-Mechanik schon andeutet, handelt es sich hier um eine selbsttragende, für den Scale-Bereich entwickelte, kompakte System-Mechanik. Die Mechanik ist durch ihre Bauweise sehr flach gehalten und passt formschlüssig in den oberen Dombereich. Sie verfügt über ein zweistufiges Getriebe; die Übertragung von Motor zu Getriebe erfolgt mittels Riemenantrieb. Die Stahl- und Delrinzahnräder lassen die Mechanik zusätzlich sehr robust erscheinen. Die Mechanik wird bereits vormontiert geliefert; zur Sicherheit sollte man aber alles überprüfen und gegebenenfalls nachschmieren …

Text/Bilder: Dirk Fürstenberg

Rotor-Titel-12-14Eine ausführliche Vorstellung der Bell 429 lesen sie in ROTOR 12/2014 (ab 28. November im Handel).

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