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Blade 500X – Auspacken, Einstellen, Smacken

Eingereicht

Im Jahr 2012 zeigte man bei Horizon gleich zwei Versionen des ersten 500ers von Blade: eine mit und eine ohne Paddelstange. Beide Modelle kommen fix und fertig aufgebaut und eingestellt aus dem Kasten und können bereits nach kürzester Zeit von jedem mit auch nur einem Hauch technischen Verständnis in Betrieb genommen werden. Nachdem ich mich in ROTOR 1/2013 bereits ausgiebig der Paddelversion gewidmet habe und sich die Modelle mechanisch fast nicht unterscheiden, möchte ich mich an dieser Stelle auf die Unterschiede zwischen beiden Helis konzentrieren.

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Lieferumfang

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Der Lieferumfang ist wie immer komplett. Nur eine DSMX-Fernsteuerung wird noch benötigt.

Im Gegensatz zum 500 3D ist der 500X nur in einer BNF-Version, also ohne Fernsteuerung erhältlich. Abgesehen davon enthält der Kasten, der wie immer auch zum späteren Modelltransport genutzt werden kann, aber wirklich alles, was man bis zum erfolgreichen Erstflug des Modells benötigt. Die Mechanik ist fix und fertig aufgebaut, Servos, Antrieb und RC-Elektronik sind montiert sowie fertig eingestellt. Neben dem Modell liegt natürlich auch der 6s-Flugakku mit 2.900 mAh sowie ein passendes 12-Volt-Balancer-Ladegerät im Kasten, und auch das Werkzeug zum Befestigen der Rotorblätter ist enthalten. Die Anleitung ist wie immer mehrsprachig ausgeführt – natürlich auch in Deutsch.

Mechanik

Die Mechanik des Blade 500X besteht wie die seines Paddel-behafteten Pendants aus zwei CfK-Seitenteilen sowie Lagerböcken, Akku- und RC-Aufnahmen, der unteren Versteifungsplatte und der Heckrohraufnahme aus Kunststoff. Lediglich der obere Rotorwellenlagerbock, der auch gleichzeitig die obere Befestigung der Rollservos darstellt, deren unterer Querträger sowie die Motorplatte bestehen aus Aluminium. Die Übersetzung von Motor zu Rotorwelle wurde von 10,4 auf 9,6:1 heruntergenommen, was zusammen mit dem weggefallenen Widerstand der Paddelstange eine deutlich höhere Systemdrehzahl erwarten lässt.

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Das einstufige Getriebe hat im 500X mit 9,6 eine kürzere Untersetzung als das des 500 3D. Das resultiert in deutlich höheren Kopfdrehzahlen, was gerade den 3D-Piloten freuen wird.

Auf der 8 mm messenden Rotorwelle sitzt wieder eine Aluminium-Taumelscheibe. Das Rotorkopfzentralstück besteht aus dem gleichen Material und nimmt gleich auch die vierfach kugelgelagerten Mitnehmerarme aus Kunststoff auf. Bei den Blattgriffen setzt man ebenfalls auf Spritzkunststoff. Sie sind (auf den ersten Blick jedenfalls) baugleich mit denen des 500 3D. Um die Anlenkverhältnisse auf den Flybarless-Betrieb anzupassen, wurden einfach längere Kugelbolzen eingeschraubt. Hier werden sich Extrem-Piloten später vielleicht Exemplare aus Aluminium wünschen.

Der Heckrotor wird direkt von einem Riemenrad auf der Rotorwelle angetrieben. Das ist mechanisch simpel und deutlich leiser als das Winkelgetriebe eines Wellenantriebs. Wie auch beim 500 3D hat übrigens auch hier die Riemenspannung ab Werk perfekt gepasst. Das Kunststoff-Heckgetriebe selbst ist ebenfalls identisch mit dem 500 3D, wo es sich schon seit einiger Zeit auch im harten Einsatz bewährt hat. Von daher gehen auch die Kunststoff-Blattgriffe mit Propeller-Moment-Gewichten absolut in Ordnung. Aluminium bringt an dieser Stelle ohnehin mehr Ärger als es nutzt. Insgesamt sind die mechanischen Unterschiede also überschaubar.

 

Elektronik

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Motor und Regler kennen wir aus dem Blade 500 3D, wo sie sich bereits von ihrer besten Seite zeigten. Der gute Eindruck bestätigt sich auch beim 500X, wo die abrufbare Leistung durch den Wegfall der Paddelstange und die geänderte Übersetzung noch einmal spürbar höher ist.

Anders sieht es da bei der Elektronik aus. Abgesehen von Motor und Regler, die eins zu eins übernommen wurden, findet man hier gänzlich andere Komponenten als im 500 3D. In letzterem kommen an der Taumelscheibe 20-mm-Servos vom Typ Spektrum S300 zum Einsatz, die auf dem Typenschild als »Standard Servo« ausgewiesen werden, im 500 X arbeiten an dieser Stelle die speziellen »Cyclic Servos« SH310. Am Heckrotor erbeitet beim Paddel-500er das als »Gyro Servo« ausgewiesene S400G, bei seinem Flybarless-Bruder das »Cyclic Servo« SH410. Die genauen technischen Daten all dieser Stellwerker waren leider nicht in Erfahrung zu bringen. Rein von ihren Reaktionen beim Steuern am Boden her würde ich die im 500X eingesetzten Typen aber als schneller und stärker einschätzen.

Das ist bei einem paddellosen Modell, das auch den 3D-Experten zufriedenstellen soll, natürlich auch sinnvoll. Doch was wären die besten Servos ohne ein gutes Flybarless-System? Genau wie beim Blade 300 und 450 kommt auch beim 500X der Spektrum-Empfänger AR7200BX zum Einsatz – eine geniale Kombination aus dem Flybarless-System microbeast und einem DSMX-Empfänger. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen hat man diesem beim Blade 500X einen zusätzlichen Satelliten für volle Reichweite gegönnt, der oben auf der Heckrohraufnahme platziert wurde. Der Empfänger selbst sitzt über Kopf zwischen den Seitenteilen – eine, wie cih finde, etwas unglückliche Position, falls man mal etwas am Flybarless-System verstellen möchte. Man kann zwar die Einstellpotis durch die Bodenplatte hindurch erreichen, die LEDs des Flybarless-Systems sind allerdings nur schlecht einsehbar; und auch das nur, wenn man vorher das Klettband entfernt hat, mit dem der AR7200BX gesichert ist. Insgesamt recht fummelig also.

Technische Daten

  • Rotor Durchmesser 970 mm
  • Rotor Durchmesser Heck 198 mm
  • Modell Länge 850 mm
  • Modell Gewicht 1.800 g
  • Motor: E-flite 520H 1320Kv Brushless-Motor
  • Akku: E-flite 6S 22.2V 2900mAh 30C Li-Po
  • Regler: E-flite 70A S-BEC Regler
  • Servos: Digitaler Spektrum S300 Cyclic Servo und S40G High-Speed Heckservo
  • Empfänger: Spektrum AR7200BX flybarless Empfänger mit BeastX

Einen ausführlichen Bericht über weitere technische Merkmale sowie Flugerfahrungen  lesen Sie in der Ausgabe 3/2013 des ROTOR Magazins.

Fazit

Ich kann den Blade 500X mit gutem Gewissen jedem ans Herz legen, der einen gut funktionierenden 500er sein Eigen nennen möchte, ohne selbst Werkzeug in die Hand nehmen zu müssen. Die Konstruktion ist durchdacht und gibt bisher keinen Grund, über Verschleiß nachzudenken (das trifft auch auf die Kunststoff-Blattgriffe zu). Dazu kommt eine vernünftig gewählte Ausstattung, die dem Modell zu einer top Performance in allen Lebenslagen verhilft. Von zart bis hart ist alles drin.

-mf-

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