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Ende gut, alles gut: Projekt Big Lama im Maßstab 1:2,5

Eingereicht

Mit ihrer Lama im Maßstab 1:2,5 stellten Jens Schwarzmannseder und Jan Otterstätter ein mehr als außergewöhnliches Projekt auf die Beine, das es so in dieser Form noch nicht gab. Doch was nützt das eindrucksvollste Modell, wenn es nicht seiner eigentlichen Bestimmung, dem Fliegen, zugeführt wird? Nach zig Baustunden und etlichen Fehlschlägen stand nun die nächste Hürde an: die Zulassung des Modells! Ob diese erfolgreich gemeistert werden konnte, lesen Sie im folgenden Artikel.

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In meinen letzten Artikel (ROTOR 2/2015) informierte ich Sie über die Anfertigung der neuen Getriebegehäuse, den Bau einer neuen Freilaufaufnahme mit größeren Lagern, sowie die Anfertigung eines größeren Gehäuses für die Aufnahme des treibenden Kegelrads mit Lagern in das Hauptgetriebe. Die Verschraubung: 6 x Titan 4 mm. Diese Teile konnten in der letzten Zeit mit Erfolg zum Einsatz gebracht werden, ein Problem stellte nur noch die Verbindung zwischen Vor- und Hauptgetriebe dar, die mit nadelgelagerten Gelenkwellen realisiert werden sollte. Jedoch waren diese für die passende Kraftübertragung ca. 75 mm zu lang! Nach einer kurzer Zeit des Überlegens kamen Jan und ich zu dem Entschluss, diese soweit es geht abzudrehen und auf der stärker abgelängten Seite die mittige Bohrung ca. 0,15 mm weiter auszudrehen. Anschließend wurde ein 12 mm langer Paßstift gefertigt, der in beide Gelenkwellen eingepresst wurde – die Gelenkwellen liefen so perfekt Null.

04-PEEK-Zahnrad

Das neue Zahnrad zwischen Turbine und Vorgetriebe hält dank des neuen Polyetheretherketon-Kunststoffs (kurz PEEK) allen Belastungen stand.

Die Wellen wurden im präzisen Schraubstock zusammengepresst, an der Naht mit WIG geheftet und anschließend immer wieder 10-mm-Wig-geschweißt. Damit die Nadellager nicht beschädigt werden, wurde immer wieder mit Pressluft gekühlt. Alles funktionierte soweit einwandfrei, so dass die Wellen nun ca. 110 mm lang waren und perfekt für die Verbindung von Vor- und Hauptgetriebe passten. Die 4-mm-Bohrungen der Eingangswelle von Kegel- und Vorgetriebe wurden mit dem Mikrometer ausgemessen und auf die Fräsmaschine übertragen. Die Gelenkwellen wurden exakt eingespannt und gesenkt, 3,8 mm vorgebohrt und mit einer 4-mm-Reibahle ausgerieben. Die ganze Geschichte konnte anschließend eingebaut und mit -mm-Titan-Passschrauben verbunden werden. Nach Überprüfen der gesamten Technik stand ein weiterer Testflug an.

Auf unserer Wiese kontrollierten wir die Förderleistung der zwei Ölpumpen, starteten die Turbine bis auf Nenndrehzahl und das Modell hob sanft ab. Es folgten vier Schwebeflüge in ca. 4 bis 5 Metern Höhe, die allesamt problemlos verliefen und auch die Temperaturen am Vor- und Hauptgetriebe waren im grünen Bereich. Nach dem Nachtanken ging es in den Rundflug. Jan flog dabei die Lama sehr sicher und scale-like, das Modell verhielt sich in der Luft einwandfrei bis zu dem Zeitpunkt, als Jan mir zurief, dass er keinen Vortrieb mehr hatte.

Nach einer gelungenen Autorotation aus ca. 20 Meter Höhe ging es an die Fehlersuche. Wir brauchten nicht lange zu suchen: das große POM-Zahnrad zwischen Turbine und Vorgetriebe hatte keine Zähne mehr, was nach ca. 35 Flügen mehr als merkwürdig erschien. Leider hatten sich die Kunststofffäden der Verzahnung auch im Anlassmotor bzw. Generator breitgemacht und ihn somit völlig zerstört. Die Turbine musste deshalb ausgebaut und zur Reparatur eingeschickt werden …

Text/Bilder: Jens Schwarzmannseder, Michael Schneider

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Jens Schwarzmannseder (links) und Jan Otterstätter mit zufriedenen Gesichtern nach einer erfolgreichen Abnahme.

001_Titel-11-15Einen vollständigen Bericht über das Projekt lesen Sie in Ausgabe 11/2015. Ausgabe bestellen

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