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Flinker kleiner Kobold: Der SAB Goblin 380

Eingereicht

Selten hatte ein Heli schon vor Verfügbarkeit eine solche Aufmerksamkeit und einen »Haben-will-Effekt« bei Piloten ausgelöst, wie der Goblin 380 aus der italienischen Helischmiede SAB. Damit avanciert der rucksackgroße Goblin eindeutig zur Nummer 1 der »Must have«-Helis für die Flugsaison 2015. Ob der neue Powerzwerg dieser Auszeichnung auch gerecht wird, und inwieweit das Goblin-Fieber auf unseren Autor Kay Köhler übergesprungen ist, erfahren Sie im folgenden Bericht.

10high_res_cutting

01b_Haube_und_Rahmen

Die wenigen Teile des Chassis ermöglichen einen schnellen und wartungsfreundlichen Aufbau.

Zunächst muss ich zugeben, dass sich bis dato, trotz der allgemeinen Euphorie, noch kein Goblin in meiner Heli-Sammlung befand. Ich fragte mich: Warum eigentlich nicht? Kurzum wurde ein Goblin 380 mit den entsprechenden, leistungsstarken Komponenten zusammengestellt und bestellt. Diese bestehen aus einem Kontronik Micropyro 380-09 und Koby 90, drei schnellen und kräftigen Bert Kammerer DS-3001HV Servos sowie einem Heckservo DS-5005HV. Zusätzlich standen das funktionale, mehrteilige SAB-Akku-Schnellwechselsystem sowie die speziellen SAB-Servo-Arme auf der Bestellliste. Da die Nachfrage nach dem kleinen Kobold offensichtlich jegliche Erwartungen der Händler und Zulieferer übertraf, waren favorisierte Akkus bzw. adäquate Alternativen leider gerade nicht lieferbar. Schließlich sollten diese auch die entsprechende Leistung für die Komponenten zur Verfügung stellen können. Bei späterer Recherche entdeckte ich einen entsprechend belastbaren 45 C-Akku bei mylipo.de, der dem zunächst favorisierten ebenwürdig ist.

Erste Eindrücke

01c_Heckrohr

Der Heckausleger und die später innen verlaufende Carbon-Anlenkungsstange für den Heckrotor.

Im mittlerweile fast schon marktüblichen Standard präsentierte sich Schachtel um Schachtel mit Tütchen voller Einzelteilen. Der erste Eindruck war erwartungsgemäß positiv, die Bauteile nach Baugruppen sortiert und beschriftet. SAB hatte mir jedoch in einem der Teaser-Videos fast schon die Vorfreude auf den Zusammenbau verdorben: »low part’s count« lautete die Botschaft, doch zu meiner Überraschung lagen eine Vielzahl an Einzelteilen für den Zusammenbau in den drei Schachteln. Sofort wurde das englischsprachige, farbige Handbuch durchgeblättert. Viele aussagekräftige Zeichnungen und wenig Text – also dürfte auch Piloten ohne Englischkenntnisse der Zusammenbau mühelos gelingen.

Montage

Vor dem Aufbau wurden zunächst die beiden Seitenplatten, die Taumelscheibenführung, die Akkuplatten sowie die Heckfinne mit 800er Sandpapier und feiner Stahlwolle von den fertigungsbedingt scharfen Kanten befreit. Das Chassis ist zweiteilig konzipiert; die Mechanik oben und der Hauptrahmen unten wurden wartungsfreundlich gestaltet. Der Aufbau des Hauptrahmens gelingt innerhalb weniger Minuten. Drei Spritzgussteile aus Kunststoff, die beiden Seitenplatten und ein Aluteil für die Arretierung der Akkurutsche werden mit fünfzehn kleinen Schrauben zusammengehalten. Das war’s – low part’s count zum Ersten. Die Anleitung schlägt vor, das Heckservo bereits jetzt auf die vorgesehene Kunststoffhalterung vor deren Einbau zu befestigen. Dies erscheint sinnvoll, um sich später nicht die Finger beim Einbau in das Chassis zu verrenken. Ebenfalls sinnig bei Verwendung des speziellen Battery-Connector-Sets ist der Einbau dessen inkl. des Kontronik-Reglers vor dem Anbau der Seitenplatten.

Die Konstruktion wirkt nach dem Anbau der Platten an die Kunststoffteile und Befestigung der Heckservohalterung schon steif. Anfangs hatte ich etwas Sorgen um die Festigkeit der Konstruktion bei nur knapp 1 mm dünnen Carbon-Seitenplatten – diese Sorge scheint nun unbegründet. Auch der Aufbau der Getriebe-/Servo-Einheit gelang innerhalb weniger Minuten; erneut waren nur neun Schraubverbindungen zu bewerkstelligen. Rotorwelle mittels speziellem Lagerbock mit der Hauptplatte verschraubt, Taumelscheibenführung befestigt und die Kunststoff-Servohalterungen mit je einer Schraube angeschraubt – fertig, low part’s count zum Zweiten …

Text: Kay Köhler, Flugbilder: MK-Fotokunst Michaela Köhler

Rotor-Titel-5.15Eine ausführliche Vorstellung des SAB Goblin 380 lesen Sie in ROTOR 5/2015 (ab 23. April im Handel).

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