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Gaui X3 – So groß kann klein sein!

Eingereicht

Unter einem 450er stellt man sich gemeinhin immer noch einen Kleinheli zum Feierabend- und Spaßfliegen vor, der dennoch irgendwie nicht den »großen« Heli ersetzen kann. Inzwischen sind die Modelle aber zu vollwertigen Hubschraubern herangewachsen. Das zeigt einmal mehr der Gaui X3, um den es hier gehen soll.

gaui-X3-rotor

Auch im Schweben und beim Rundflug mit niedriger Drehzahl macht sich der X3 ausgesprochen gut.

Der Hersteller Gaui hat in den vergangenen zwei Jahren eine ganze Reihe neuer Modelle auf den Markt gebracht – die so genannte »X«-Serie, deren Sprösslinge alle über das gleiche Getriebekonzept verfügen: einstufig mit Heckantrieb über ein Tellerradgetriebe. Dass diese Variante in großen Modellen problemlos funktioniert, ist bekannt. Mich erstaunte aber, dass man sie tatsächlich auch im 450er Modell X3 zum Einsatz bringt. Das gepaart mit der eigenständigen Optik führte schnell zu dem Entschluss, dass ein weiterer Kleinheli ins Haus muss. Also wurde auf der ROTOR live in Iffezheim ein Bausatz inklusive Rotorblätter beim damals brandneuen Distributor RC-Hub geordert. Hinter RC-Hub steht übrigens Marc Trautmann, seines Zeichens auch Geschäftsführer des Rotorblattherstellers SpinBlades.

Lieferumfang

gaui-X3-schraubenbeutel

Praktisch: Die Schrauben sind nach Größe geordnet abgepackt und damit schnell zu finden.

Da zum Bestellzeitpunkt die Combo-Versionen des X3 wegen letzter rechtlicher Abklärungen (um in der EU elektronische Komponenten in den Handel zu bringen, muss deren »Einführer« bei der Stiftung EAR für die Entsorgung von Elektronikschrott angemeldet sein – neben den Kosten, die man damit hat, ist dies eine ganze Menge zeitverschlingender Bürokratie). Somit beschränkte sich der Lieferumfang auf den reinen Bausatz, dessen Teile nach Baugruppen und die zugehörigen Schrauben nach Größen sortiert abgepackt sind. Die beiliegende GfK-Haube ist von guter Qualität, bereits fertig lackiert und mit 43 g für ihre Größe angenehm leicht. Die Anleitung ist in Englisch und Chinesisch (fragen Sie mich jetzt aber bitte nicht, welcher Dialekt) abgefasst, allerdings wirklich gut bebildert, so dass man auch ohne Text zum Ziel kommen sollte.

gaui-X3-blaetter

Die beiliegenden SpinBlades Red Tips wussten während der Erprobung zu gefallen.

Komplettiert wird das Ganze durch einen Blattcaddy, einen Satz SpinBlades RedTips mit 350 mm Länge und einen Inbusschlüssel der Größe 0,9 mm, der nicht unbedingt zum Standard-Werkzeug gehört, während des Baus aber zwingend benötigt wird. Was im Bausatz komplett fehlte, aber inzwischen eigentlich zum Standard gehört, waren Kabelbinder (o.k., die hat man auch selbst), Klettband zur Befestigung des LiPos auf der Akkuplatte (hat man evtl. auch noch im Fundus – bei mir wurden Reste aus einem »Saurier«-Bausatz verarbeitet) sowie ein passendes Motorritzel. Letzteres legt man wohl nicht bei, da der Hersteller natürlich nicht absehen kann, welche Motorisierung zum Einsatz kommt.

Elektronik und Antrieb

gaui-X3-mechanik

Nach kurzer Zeit steht bereits ein stabiles Konstrukt auf dem einteiligen Kufengestell.

Da der X3 ohne jede Elektronik bei mir ankam, konnte ich mir hier selbst etwas zusammenstellen – für mich bei einem 450er eine ganz neue Erfahrung, kamen meine letzten Modelle dieser Klasse ja immer als Combo. Nach ein wenig Recherche im www und mit dem Mut mal etwas Neues zu probieren, fiel die Wahl beim Antrieb auf einen Kontronik KOBY 55LV, der den günstigen Motor NTM Rotor Drive 450 mit (1.700 U/min/V) im Zaum halten soll (und auch sehr gut tut). Dazu passend wurde eine 12er Ritzel beschafft. Die 6s-LiPos stammen von OptiPower und haben eine Kapazität von 1.300 mAh. Bei den Servos habe ich mich im Sortiment von Hitec bedient. Die HS-5083MG sind zwar schon lang auf dem Markt, was sie aber ja nicht schlechter macht, sondern nur zeigt, dass sie sich bewährt haben. Am Heck kommt ein HSG-5083MG zum Einsatz. Dieses kleine und leichte Servo wurde einstmals für den Betrieb an einem Gyro von Hitec erschaffen, hat den etwas ungewöhnlichen Neutralimpuls von 900 µs und ist heutzutage eigentlich nurmehr selten zu sehen. Bei der Stabilisierung wurde mit dem Mini-VStabi ebenfalls auf etwas Bewährtes zurückgegriffen. Als Empfänger wurde ein Graupner/SJ GR-12L mit D-Bus verbaut, der seine Kommandos von meiner damals brandneuen mz-24 erhält …

Eine ausführliche Vorstellung des Gaui X3 lesen sie in ROTOR 7/2014 (ab 27. Juni im Handel).

Fazit

Mit dem X3 hat Gaui einen toll fliegenden, robusten 450er Heli mit richtig erwachsenen Flugeigenschaften und angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis geschaffen. Die Verarbeitung geht insgesamt gesehen in Ordnung, jedoch würde ich mir wünschen, wenn die angesprochenen Punkte vielleicht noch im Zug der Modellpflege abgestellt werden würden. Dann käme zum absoluten Flug- auch der ebensolche Bauspaß. -mf-

Autor: Tobias Willhelm

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