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HiroboHighend-Zwerg: Embla 450E von Hirobo

Eingereicht

Der 450er Markt ist extrem umsatzstark. Kein Wunder, dass fast jeder Hersteller mindestens ein Modell in dieser Klasse anbietet. Der Embla 450E stellt den Einstieg des japanischen Herstellers Hirobo in diese Modellkategorie dar. Die Redaktion hat das Modell gebaut und geflogen.

Vor etwa einem Jahr, auf der Spielwarenmesse zeigte mir Rüdiger Feil, der deutsche Hirobo-Distributor, ein Vorserienmodell des neuen 450ers des japanischen Edelherstellers. Bis die ersten Bausätze in den Handel kamen, dauerte es dann noch einige Zeit.

Der Embla 450E wird nun in insgesamt vier Varianten angeboten: mit und ohne Paddelstange sowie jeweils mit und ohne Antriebsset. Da ich schon immer ein Fan der Rotorköpfe von Hirobo war und daher wissen wollte, ob man auch einen vernünftigen 450er Rotorkopf bauen kann, orderte ich die Paddel-Version – natürlich mit Antrieb, wie es die meisten Kunden auch tun werden.

Lieferumfang

Der Embla wird in einem schlicht bedruckten Karton geliefert. Darin findet man, sauber nach Baustufen geordnet, alle zum Bau erforderlichen Teile. Die Beutel enthalten dabei tatsächlich wirklich nur die Teile, die für den jeweiligen Bauabschnitt benötigt werden. Bleibt etwas übrig, hat man irgendwo etwas vergessen. Außerdem beinhaltet der Bausatz die 40 g schwere und fertig lackierte Kabinenhaube aus GfK, einen Satz CfK-Rotorblätter, einen Satz Kunststoff-Heckrotorblätter, den Antriebssatz aus einem Brushless-Außenläufer mit 3.700 U/min/V und dem zugehörigen 40-Ampere-Regler und eine Rotorblattauflage.

Ergänzt wird das Ganze durch einen Beutel mit Kabelbindern, Klettband und Schraubensicherung sowie einer englisch/japanischsprachigen Anleitung.

 

Beschreibung

Beim Embla 450 handelt es sich um einen 450er Heli mit einem einstufigen Hauptgetriebe. Der Freilauf sitzt wie gewohnt im Hauptzahnrad, das bei diesem Heli 150 Zähne im Modul 0,5 hat. Ein zweites, fest mit der Rotorwelle verbundenes Zahnrad mit 124 Zähnen treibt über ein Zwischengetriebe den 3 mm breiten Zahnriemen des in der Autorotation mitdrehenden Heckrotors an. Der bürstenlose Außenläufermotor von Hirobo sitzt vorn oben auf einem Aluträger zwischen den CfK-Seitenteilen. Diese haben einen Abstand von 30 mm zueinander. Die Rotorwelle hat den in dieser Klasse üblichen Durchmesser von 5 mm und wird oben in einem schwarz eloxierten und unten in einem silberfarbenen Alu-Lagerbock geführt. Am oberen Lagerbock und einer zweiten schwarzen Alu-Verstrebung werden mittels Kunststoffhaltern auch die Rollservos der elektronisch gemischten 120-Grad-Anlenkung befestigt. Diese steuern die spielfreie Alu-Taumelscheibe direkt an, während die Nicksteuerung von einem Push-Pull-Hebel aus Aluminium nach innen übertragen wird. Das Kunststoff-Kufengestell des Embla ist einteilig ausgeführt. Vorn wird mit ihm zusammen der untere Haubenhalter verschraubt. Dieser hat eine Befestigungsöse für ein Bowdenzugrohr. Zusammen mit einem zweiten, mit dem hinteren Kufenbügel zu verschraubenden Halter kann dann auch die Antenne eines 35-MHz-Empfängers befestigt werden.

Der Rotorkopf sowie der Pitchkompensator des Embla bestehen ebenfalls aus Aluminium und sind »Hirobo-blau« eloxiert. Der Paddelkopf SZM2 erweckt den Eindruck eines »geschrumpften« Turbulence D3-Kopfs. In den Blattgriffen nehmen zwei Kugel- und ein Drucklager die Kräfte zuverlässig auf. Das Drucklager sitzt dabei zwischen den Kugellagern, die so einen großen Abstand zueinander haben, was für langfristige Spielfreiheit auf der 4 mm messenden Blattlagerwelle sorgen dürfte. Zur Befestigung der Kugelbolzen an Mischhebeln und Paddelwippe stehen jeweils mehrere Bohrungen zur Verfügung. Zusammen mit zwei verschiedenen Paddel-Sätzen (4 und 6,5 g) lässt sich so das Flugverhalten des Modells sehr fein auf die persönlichen Vorlieben des Piloten anpassen. Auch das Delta-3 der Blattgriffe lässt sich in drei Stufen von neutral bis rücksteuernd einstellen. Die Anleitung gibt entsprechende Tipps für ein F3C- und ein 3D-Setup.

Das Heckrohr des kleinen Japaners hat einen Durchmesser von 14 mm und besteht aus schwarzem Aluminium. Es wird von zwei CfK-Streben abgestützt. Das Heckgetriebe selbst wird aus einem Alu-Flansch, der auf dem Rohr geklemmt wird, und zwei daran verschraubten CfK-Platten, in denen die Lager sitzen, gebildet. Die Blattgriffe sind ebenfalls wieder aus blauem Aluminium gefertigt und verfügen über je zwei Kugellager. Ihre Anlenkung erfolgt spielfrei nach dem gleichen Prinzip wie bei den größeren Hirobo-Modellen: auf der Schiebehülse sitzt ein Ring mit einer Nut, in die oben und unten je ein am Umlenkhebel befestigter Stift greift. Das Seitenleitwerk besteht, genau wie das Höhenleitwerk, aus CfK.

Der Empfänger wird beim Embla auf einer höhenverstellbaren Kunststoffplatte hinten zwischen den Seitenteilen befestigt, der Gyro findet seinen Platz oben auf der Heckrohraufnahme. Die Servos der Taumelscheibe sollten die in dieser Modellkategorie übliche Größe haben. Beim Heckservo hat man durch beiliegende Adapter die Wahl zwischen Microservos, wie dem verwendeten MKS DS95i, und Miniservos (z. B. robbe/Futaba S9257).

Aufbau

Die Montage des Embla ist durch die wirklich hervorragende Qualität aller Teile eine wahre Freude. Hier passt einfach alles perfekt zusammen. Es sind nur wenige Baugruppen vormontiert, diese aber wirklich ohne Fehl und Tadel. Daher gehe ich hier auch nur auf die Dinge ein, die mir während des Baus aufgefallen sind.

Wie oben erwähnt, enthalten die einzelnen Beutel wirklich nur die für die jeweilige Baustufe benötigten Teile. Dadurch hat man eine optimale Kontrolle, ob auch nichts vergessen wurde. Bei anderen Modellen bleiben ja immer mal ein paar Schrauben übrig, die dann erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden. Die Anleitung ist durch sehr gute Zeichnungen annähernd selbsterklärend, so dass ein deutscher Text eigentlich kaum vermisst wird. Wer hier doch Bedarf verspürt, kann diesen auf der Homepage des Distributors (www.hirobo-online.de) befriedigen. Die dort zu findende Fotostrecke gibt auch den einen oder anderen Tipp, der den Bau erleichtert.

Ich selbst habe mich an die beiliegende Anleitung gehalten, musste aber im Nachhinein feststellen, dass die Reihenfolge teils nicht ganz optimal ist. So erleichtert es beispielsweise den Motoreinbau enorm, wenn man die Akkuauflage erst anschließend montiert. Sehr positiv ist, dass sämtliche Kugelgelenke das »Standard-Maß« von 4,8 mm haben. Leider liefen sie alle etwas schwer; vorsichtiges Zusammendrücken der Kugelpfannen auf den Stahl-Kugeln sorgt hier aber für spielfreie Leichtgängigkeit. Die Köpfe der verwendeten Schrauben haben teilweise unterschiedliche Durchmesser. Hier muss man genau aufpassen, welche man wo benutzt, da die zu verschraubenden Teile unter Umständen mit zu den Köpfen passenden Senkungen versehen sind. Mir erging es so bei der Montage des Halters für den Nick-Hebel, in den die Schrauben mit den kleineren Köpfen gehören.

Einen ausführlichen Bericht über den Aufbau, der Programmierung sowie die ersten Flugerfahrungen lesen Sie in der Ausgabe 02/2012 des ROTOR Magazins.

Fazit

Mit dem Embla 450 hat Hirobo ein wirklich tolles Debüt in der 450er Klasse hingelegt. Die Verarbeitung des Helis setzt in dieser Größe sicherlich Maßstäbe. Das etwas höhere Gewicht macht sich nicht negativ bemerkbar und wurde in sinnvolle Detaillösungen und Langlebigkeit investiert. Da der Preis von 369 Euro für das Komplettset auch passt, wird der Embla sicherlich schnell eine große Verbreitung finden.

-mf-

 

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