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Eine Erfolgsgeschichte: 10 Jahre JetPower-Messe!

Eingereicht

Freitag, 14. September 2012, gegen 9 Uhr morgens: Die JetPower-Messe öffnet ihre Tore – zum zehnten Mal! Diese Jubiläumsmesse sollte eine ganz besondere Veranstaltung werden, und so hatten »Mr. JetPower« Winfried Ohlgart und sein Team ein Programm zusammengestellt, das dem ­Anlass mehr als gerecht wurde. Der Event hatte mit der Nachtflugshow mit dem abschließenden gigantischen Feuerwerk am Samstag und der Vorführung der manntragenden Zunft am Sonntag gleich zwei Höhepunkte aufzubieten. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert! Zehn Jahre JetPower-Messe sind aber sicherlich auch ein guter Grund, resümierend ein wenig zurückzublicken, denn mit dieser Veranstaltung wurde seinerzeit ein Sprung ins mächtig kalte Wasser gewagt und etwas auf die Beine gestellt, das es so zuvor noch nicht gegeben hatte.

Mit dem Rotorkreis an den Himmel gezeichnet: 10 Jahre JetPower-Messe waren Anlass für eine Jubiläumsveranstaltung, bei der mit Superlativen nicht gespart wurde.

Ansetzen muss man sicherlich mit der Zeitschrift JetPower, die im Jahr 2001 vom Modellsport Verlag aus der Taufe gehoben wurde. Entstanden aus der gleichnamigen Kolumne in MFI, war bereits das Herausgeben einer so speziellen Fachzeitschrift ein mutiger Schritt. Aber die Zeit schien reif dafür: Seit die Modellturbinen den Selbstbauer-Kinderschuhen entwachsen waren und als fertige Produkte angeboten wurden, war aus der ursprünglich eher behelfsmäßigen Jet-Fliegerei mit Propeller eine technisch äußerst anspruchsvolle eigene Sparte geworden. Parallel dazu wurden auch die ursprünglich als Notlösung empfundenen Impellerantriebe salonfähig: LiPo-Technik und Antriebsentwicklung machten es möglich, Jets nun auch mit Elektroimpeller jet-like zu fliegen. Die Jet-Gemeinde nahm das neue Heft dankbar an, sah darin Sprachrohr und Ratgeber der Jet-Modellflieger. Allerdings blieb die Jet-Fliegerei ein recht spezielles Gebiet, mit vielen kleineren Herstellern – und auf den einschlägigen Fachmessen gnadenlos unterrepräsentiert. Sehr zum Leidwesen der wachsenden Jet-Gemeinde musste man sein Equipment mühsam zusammensuchen: bei einem Hersteller gab es Turbinen, beim anderen Modelle, ein dritter hatte Fahrwerke im Angebot, ein vierter spezielle Elektroniken – und der Jet-Modellflieger das Problem, das alles irgendwo und irgendwie zu beschaffen und unter einen Hut zu bekommen.

Das macht den besonderen Reiz der JetPower-Messe aus: In den Zelten kann man an den Ausstellungsständen das Objekt der Begierde begutachten, Informationen aus erster Hand bekommen, um dann draußen zu sehen, was es fliegerisch drauf hat.

Diese Problematik war Thema eines Gesprächs zwischen Winfried Ohlgart und den Chefs des Modellsport Verlags, Heinz Ongsieck und Hans Rost. Es müsse doch möglich sein, alle wichtigen Hersteller und Anbieter von Modellen, Antrieben und Zubehören aus ganz Europa an einem verlängerten Wochenende zu einer Verkaufs- und Präsentationsveranstaltung zusammenzubringen? Und diesen dabei – und eben das war in dieser Form neu – die Gelegenheit zu geben, ihre Produkte quasi gleichberechtigt zur Verkaufsausstellung live vorzuführen?

Der Gedanke an eine solche »Spezialmesse« war faszinierend – allerdings würde auch der organisatorische Aufwand gigantisch sein: Ein recht zentral gelegenes Fluggelände war ausfindig zu machen, das außerdem über die notwendige Infrastruktur verfügen musste. Ausstellung und Unterbringung der Modelle mussten ebenso gewährleistet sein wie Campingmöglichkeiten mit Duschen und Toiletten oder eine Möglichkeit zum abendlichen gemütlichen Zusammensein. Catering, Platzeinrichtung, Absperrungen, Parkplätze, Stromversorgung, Sicherheitspersonal, Flugleitung, Genehmigungen und Behördengänge: Wer jemals einen Flugtag im Vereinsrahmen organisiert hat, mag sich vorstellen, welcher Aufwand erst für eine solche Großveranstaltung zu betreiben ist! Mehr als ein Jahr lang hatten Winnie Ohlgart und seine »rechte Hand« Horst Westerholt am Konzept der Messe gearbeitet, als Horst schließlich sagte: »Genug geplant, jetzt machen wir es einfach, bevor uns noch jemand die Idee klaut!«

Helis gehörten und gehören von Anfang an zur JetPower – sofern sie turbinenbetrieben sind. Sie bringen eine besondere Note ins Flugprogramm, sei es durch eine ruhige, vorbildgetreue Präsentation oder – das krasse Gegenteil – durch atemberaubenden 3D-Kunstflug.

Als Messeort kristallisierte sich der Flugplatz »Bengener Heide« heraus, gut erreichbar und verkehrsgünstig in der Nähe von Köln gelegen. Nun – am wichtigsten – galt es, die Aussteller für dieses Unternehmen zu gewinnen und Zuschauer anzulocken. Die gewichtigsten Argumente: eine Spezialmesse ausschließlich für Jets, Turbinen (und damit auch Turbinenhelis), E-Impeller und Jet-Zubehör war neu und einzigartig; die zentrale Lage innerhalb Deutschlands und moderate Stand- und Eintrittspreise sollten für Zuschauer und Aussteller gleichermaßen attraktiv sein. Was also blieb, war das finanzielle Risiko, das im Fall des Falles der Modellsport Verlag schultern würde.

Dann ging alles seinen Weg. Die erste Messe startete im September 2003 auf dem Flugplatz Bengener Heide, mit insgesamt 44 Ausstellern, untergebracht in einem 20 x 38 Meter großen Zelt und einem Teil des großen Hangars als Ausstellungsräume. Der Flugbetrieb fand auf der an diesem Wochenende ausschließlich den Modellfliegern zur Verfügung stehenden Runway statt. Am Ende dieser drei Tage konnte man im Grunde rundum zufrieden sein: Das Aussteller-Echo war durchweg positiv, ebenso die Resonanz der Zuschauer und Besucher, und ein finanzielles Fiasko war ausgeblieben. Das Experiment war geglückt!

Den Applaus haben sich die beiden verdient: Horst Westerholt (links) und Winnie Ohlgart, deren geistiges Kind diese Messe ist und die als treibende Kraft hinter dem ganzen Geschehen stehen.

Wie es weiterging? Nun, die Zahl der Aussteller ist stetig gewachsen, auf zwischenzeitlich 120 aus insgesamt 15 Nationen. Gleiches gilt für die Zahl der Besucher, die längst jenseits der 10.000er Marke liegt und in diesem Jahr – nicht zuletzt auch wegen Nachtflugshow und manntragender Vorführungen – mit rund 15.000 noch einmal zugelegt hat. Heute stehen zur JetPower-Messe zwei 100 bzw. 110 x 20 Meter große Ausstellungszelte auf der Bengener Heide. Über 400 Starts und Landungen werden an diesem verlängerten Wochenende absolviert. Aussteller, Besucher und Kaufinteressierte genießen die Vorteile, eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Veranstaltung als Forum für Kauf, Verkauf und – ganz wichtig – den Informationsaustausch zu haben.

Die JetPower-Messe ist weltweit einzigartig und zieht Besucher und Aussteller aus aller Herren Länder an. Sie ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Ihr Konzept hat sich bewährt – und zwar so sehr, dass es von der ebenfalls vom Modellsport Verlag ausgerichteten »ROTOR live« in Baden-Baden übernommen wurde. Auch andere Modellflugsport-Messen machten sich zwischenzeitlich dieses Konzept zu eigen.

Und damit genug der Worte. Gratulation an das Geburtstagskind und ein herzliches Dankeschön an Winnie Ohlgart und sein Team für die Umsetzung einer einzigartigen Idee sowie an Heinz Ongsieck und Hans Rost vom Modellsport Verlag für den Mut, das finanzielle Risiko zu übernehmen und damit den Rahmen zu schaffen für ein Projekt, dessen Ausgang nicht abzusehen war!

-bae-

Weitere Infos: www.jetpower-messe.de

ROTOR hat von der JetPower 2012 einige Impressionen und Neuheiten  mitgebracht, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

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