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Leichter Freestyler – Thunder Tiger Raptor E700

Eingereicht

Der beliebte Raptor G4 E720 hat einen nur minimal kleineren, dafür aber spürbar leichteren Bruder bekommen, der konsequent auf den Einsatz als langlebiger und leichtfüßiger 3D-Hubschrauber hin entwickelt wurde. Tobias Wilhelm hat das Modell gebaut und geflogen.

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Nachdem es eine Zeit lang recht ruhig um die größeren Helis von Thunder Tiger geworden war, hat man mit dem Raptor G4 gezeigt, dass man durchaus noch in der Lage ist, an die Erfolge der älteren Raptoren anzuknüpfen. Das als Verbrenner- und Elektroversion erhältliche Modell glänzt durch eine clevere Konstruktion mit vielen neuen Detaillösungen, ein sehr angenehmes Laufgeräusch und hervorragende Flugeigenschaften. Mit dem ausschließlich auf Elektro- und Flybarless-Betrieb ausgelegten Raptor E700 startet man nun einen weiteren Angriff auf den hart umkämpften 700er Markt. An der Entwicklung war kein geringerer als Nick Maxwell, der Zögling von 3D-Urgestein Curtis Youngblood, beteiligt. Mit seiner Hilfe wurde ein von Grund auf neu entwickelter und konsequent auf 3D ausgelegter Heli konstruiert. Was das neue 3D-Monster noch so alles auf dem Kasten hat, soll in dieser Besprechung geklärt werden.

Aufbau und technische Details

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Der komplett in Alu gehaltene Rotorkopf des E700 macht auch optisch was her. Die Mitnahme der Taumelscheibe erfolgt über die Y-Gelenke der Unterstzungshebel. Achtung: Durch die Umlenkung läuft die Taumelscheibe für Positiv-Pitch nach unten.

Grundsätzlich hat man mit dem E700 zwar einen neuen Hubschrauber konstruiert; es wurden jedoch auch einige bewährte Teile des E720 verwendet. Beim E700 handelt es sich um einen Flybarless-Heli der 700er Klasse (also für Blattlängen von 690 bis 700 mm) mit Starrantrieb und einstufigem, pfeilverzahntem Getriebe. Er wurde für Elektromotoren mit 520 bis 560 U/min/V an 12s-LiPos und trotz Leichtbau konsequent auf härtestes 3D ausgelegt. Das Design des Alu-Rotorkopfs ist eher klassisch. Die Schlagdämpfung ist eine Kombination aus Kunststoff- und Gummielementen. Die Taumelscheibe wird über am Zentralstück montierte Umlenk-/Untersetzungshebel mitgenommen. Das CfK-Chassis ist zweiteilig ausgeführt, wobei der obere Teil die gesamte Mechanik mit RC-Komponenten, Getriebe und Antrieb sowie Heckrohrbefestigung aufnimmt und der untere Teil lediglich der Befestigung von Akkuschiene, Kufen und Heckstreben dient. Der Heckantrieb erfolgt über eine starre Aluminiumwelle mit palloidverzahnten Getrieberädern. Die Anlenkung der Taumelscheibe erfolgt im Push-Pull-Verfahren, wobei die trapezförmige Hebelage der Nickanlenkung gleichzeitig als Taumelscheibenverdrehsicherung dient. Das Heckservo ist mittels CfK -Halterahmen an der Heckrohrbefestigung untergebracht, wodurch eine kurze und geradlinige Anlenkung gewährleistet ist.

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Und klick: Der im Text beschriebene Akkuschnellverschluss.

Auffälligstes Merkmal des neuen Helis ist mit Sicherheit die Akkubefestigung, für deren Realisierung ein spezielles Design der Kufenbügel gewählt werden musste – doch dazu später mehr. Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit dem Aufbau des Helis. Gleich vorweg muss ich jedoch noch ein paar lobende Worte an Thunder Tiger richten: Ich habe schon länger keinen Heli mehr gebaut, bei dem der Aufbau so vollkommen problemlos vonstatten ging. Bei diesem Bausatz hat mechanisch wirklich alles gepasst und es war keinerlei Nacharbeit nötig. Alle Teile sind von hervorragender Qualität und die Anleitung ließ abgesehen von der Positionierung des Reglers keinerlei Fragen offen.

Rotorkopf

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Der Raptor E700 ist konsequent auf den Einsatz im 3D-Bereich optimiert.

Begonnen wird der Aufbau mit dem Rotorkopf. Kenner von Thunder Tiger-Modellen werden hier schnell feststellen, dass man sich dabei größtenteils beim E720 bedient hat. So stammt die grundsätzliche Konstruktion auch von diesem Heli. Die Taumelscheibe hat einen Anlenkwinkel von 135°. Ihr Innenring wird über zwei Y-förmige Kugelpfannen an Umlenkhebeln, die gleichzeitig auch die Wege untersetzen, mitgenommen. In Sachen Rotorwelle setzt man auf eine gehärtete 12 mm messende Hohlwelle, die den beim 3D auftretenden Kräften spielend gewachsen ist. Das Alu-Zentralstück wird nicht auf der Rotorwelle verklemmt und mittels so genannter »Jesusschraube« gesichert, sondern durch insgesamt vier M3 x 5-Schrauben, die in entsprechende Gewinde in der Rotorwelle greifen, kraftschlüssig verbunden. Die Schlagdämpfung der 8-mm-Blattlagerwelle erfolgt durch zweiteilige Elemente, bestehend aus einem äußeren Kunststoffring und einem darin sitzenden Dämpfungsgummi…

Einen ausführlichen Bericht über den Raptor E700 (Aufbau und  Flugerfahrungen)  lesen sie in ROTOR 1/2014 (ab 27. Dezember im Handel).

Fazit

In diesem Fall kann ich es wirklich einmal recht kurz machen: Vom Raptor E700 bin ich wirklich rundum begeistert. Eine tolle Konstruktion mit hervorragender Verarbeitung und genialen Flugeigenschaften. Thunder Tiger hat mal wieder gezeigt, dass es immer noch möglich ist, den Markt ein wenig aufzumischen. Dieser Heli hat meiner Meinung nach das Potenzial, ein echter Renner zu werden, zumal der Preis für die gebotene Qualität fast schon ein Schnäppchen ist.

Tobias Willhelm

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