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LiPo-Koffer aus dem Baumarkt! Eine Nachbau-Anleitung …

Eingereicht

In MFI 12/2014 wurde über einen Wohnungsbrand berichtet, der auf das Konto eines bitterbösen kleinen LiPo-Akkus ging. Zur Erinnerung: Dieses Teufelsding lag einfach nur auf der Werkbank, ohne geladen zu werden oder mit irgendeiner Aufgabe betraut zu sein. Wie die Brandsachverständigen später feststellten, hat er sich dort selbst entzündet – ganz ohne erkennbaren Anlass.
Aufmacher-IMG_2886Nun ist es ein alter Hut und wohl allen Modellbauern eine vertraute Tatsache, dass man LiPos nicht ohne Aufsicht laden sollte. Dass von ihnen bereits beim Lagern eine erhebliche Gefahr ausgehen kann, dürfte die meisten überrascht und aufgeschreckt haben. Welche Schlüsse sind nun aus diesem erweiterten Kenntnisstand zu ziehen?

Der wohl wichtigste: LiPos müssen sicher gelagert werden. Denn wie das obige Beispiel lehrt, ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich ein LiPo auch dann entzündet, wenn er im vorgeschriebenen Ladungszustand einfach nur aufbewahrt wird. Für die Lagerung haben nun einige Hersteller entsprechende Behältnisse geschaffen. Das reicht vom LiPo-Sack oder LiPo-Beutel, wie sie von diversen Anbietern für wenige Euro im Fach- und Versandhandel angeboten werden, bis hin zu Sicherheitskoffern, die man in unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten bekommt und die in der »Edelversion« auch mal über 250 Euro kosten können.

Man kann sich einen solchen Koffer aber auch selbst bauen. Das ist zum einen preiswert, und zum anderen macht das auch noch Spaß. Dabei sollten einige Dinge beachtet werden:

  • Zum einen sollte ein stabiler Stahlkoffer als Basis dienen. Die Betonung liegt auf Stahl: Alu-Koffer sind zwar schön, aber für diesen Zweck ungeeignet, weil Aluminium bereits bei 660,3 Grad schmilzt, ein Brand jedoch wesentlich höhere Temperaturen hervorbringt.
  • Der Koffer sollte zudem nicht luftdicht abschließen, weil sich im Fall eines Brandes natürlich Gase entwickeln: Ein luftdicht abgeschlossener (und mit einem stabilen Riegel versehener Koffer – wie etwa eine Munitionskiste, wie man sie im Internet ersteigern kann) kann folglich im Extremfall regelrecht explodieren.
  • Die oft in solchen Koffern eingeklebten Kunst- oder Schaumstoff-Einsätze sind leicht brennbar und dankbares Futter für einen entflammten Akku – sie müssen also entfernt werden.
  • Der Innenbereich sollte mit einem nicht brennbaren Material ausgekleidet sein. Das hat isolierende Wirkung, schützt also den Koffer und dessen Umgebung – und kann bei sinnvoller Gestaltung gleich auch noch für eine Unterteilung des Innenraums genutzt werden. Außerdem sind solche Materialien in der Regel isolierend: Ein Kurzschluss durch Berührung der Akku-Kontakte mit der Metallwand des Koffers wird so verhindert …

Den vollständigen Bericht über den Eigenbau eines LiPo-Koffers können Sie hier als PDF-Datei runterladen (Klick auf das Bild, rechts Maustaste, speichern unter):

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