MasterArt-Huey 450 reloaded: Eigenbau-Floats für die Bell UH-1D

Hin und wieder ein Tapetenwechsel ist sicherlich nichts schlechtes. Das Gleiche gilt auch bei unseren Scale-Modellen, die äußerlich gerne mal frische Farbe oder einen neuen Look  vertragen. Zeit für ein Facelift war es auch bei der Huey von Roger Oxe, der es aber nicht bei einer neuen Lackierung beließ, sondern die MasterArtsHelis-Bell auch gleich mit Floats für das nächste Wasserflugtreffen ausrüstete – denn was sich schon damals 1979 an der Schlüter Bell 222 erfolgreich umsetzen ließ, sollte auch heutzutage einen erfahrenen Modellbauer vor keine allzu große Aufgabe stellen.

 

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Nach vier Jahren und ca. 60 Stunden Betriebszeit, war es an der Zeit, die kleine Huey zu checken. Außer mit einem Satz Blätter und einem Regler, hatte sie mich bisher nie im Stich gelassen, damit das so bleibt, muss man auch etwas dafür tun. Während die 450er Pro-Mechanik fast neuwertig ist und kaum Abnutzung zeigte, hatten Rumpf und Lackierung deutlich mehr Gebrauchsspuren. Hier gilt, wie bei allen Scalern: Der Heli leidet nur beim Transport oder wenn er vom Tisch fällt! In der Luft geht eigentlich nie etwas kaputt, vorausgesetzt, man möchte nicht gerade zu hohes Gras mit den Rotorblättern schneiden. Während das bei größeren Helis kein Problem ist, wickeln sich bei 450er Modellen gerne mal kräftige Grasbüschel ein. Das sieht zwar lustig aus, verursacht aber meist Schaden!

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Die Floats passen auch an andere Rümpfe in 450er Größe.

Während die Original MasterArtHelis-Lackierung sauber und widerstandsfähig in 2K ausgeführt ist, wurde meine kleine Lady, nun ja, mit Tamiya-Farben lackiert (Bericht in ROTOR 2/2012). Trotz der sehr guten MasterArtHelis-Qualität, hatten diverse Scaleteile, Scheiben und Stabilizer schon ganz schön gelitten. Hier sei aber auch erwähnt, dass der Support und die Ersatzteilversorgung bei MasterArts überhaupt kein Problem darstellen. Also, das ganze Gerümpel raus, Sand, Gras, Schrauben und verlorene Zangen aus dem Rumpf geholt, Rumpf außen wie innen gereinigt und festgestellt, dass mir die Lackierung nicht mehr gefällt. Schön auch hier, dass trotz der harten und langen Flugeinsätze der kleinen Huey, die Passgenauigkeit und Qualität des GfK-Rumpfs nicht gelitten hat – zwei verlorene Magnete ersetzt, und schon passt der Vorderbau wieder perfekt! Und mit einem Liter Aceton und einem harten Borstenpinsel war auch der Tamiya-Lack ganz schnell ab!

Bei der Original MasterArtHelis-Lackierung ist das aufgrund des guten 2K-Lacks nicht möglich. Hier müsste man den Lack anrauen und überlackieren, was natürlich den Rumpfdetails nicht sonderlich zuträglich wäre. So weit, so gut – aber so ganz ohne Farbe sieht das Ding dann doch irgendwie bescheuert aus!

High Visibility Color Scheme
Die Wahl fiel auf die Weiß-Rote »High Visibility«-Army-Lackierung, wie sie auf der White Sands Missile Range eingesetzt wird. Die White Sands Missile Range (WSMR) liegt im Dreieck Albuquerque-Roswell-EL Paso und erlangte traurige Berühmtheit durch die am 16. Juli 1945 erste gezündete Atombombe der Welt. Damals hieß die ganze Sache aber noch White Sands Proving Ground (WSPG). Seit den 1950er Jahren werden – wie der Name schon sagt – Waffensysteme, insbesondere auch Raketen getestet und zur Serienreife gebracht. Piloten der Luftwaffe kennen hier bestimmt noch die Hollowman Airbase, auf jeden Fall eine sehr schöne Gegend und auch Zivilisten als Drehort für die TV-Serie …

Text/Bilder: Roger Oxe

rotor1016Einen vollständigen Bericht über die Huey mit Floats lesen Sie in Ausgabe 10/2016. Ausgabe bestellen

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