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Neue Benchmark? Der Blade 550X aus der Pro Series …

Eingereicht

Mit den kleineren RTF-Modellen steht Horizon mit seiner Marke Blade schon lange für problemlosen Flugspaß »out of the box«. Nun will man mit der Pro Series auch das Segment der »seriösen« Helis aufmischen. Als erstes Modell tritt der Blade 550X an, und soll laut Werbung die neue Benchmark in dieser Kategorie sein. Tobias Wilhelm hat das Modell in der Praxis erprobt und berichtet nun, ob diesem hohen Anspruch Genüge getan wird.

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Mit einem neuen Produkt die »Benchmark«, also den Maßstab oder eine feste Bezugsgröße in einer Klasse zu schaffen, stellt im RC-Heli-Sektor eine schwierige Aufgabe dar. Der Markt ist groß und immer noch reich an innovativen Konstruktionen. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir Modellbauer ein sehr kritisches Völkchen sind und gern alles Neue erst mal von allen Seiten beäugen und vergleichen. In Sachen Microhelis hat Horizon bzw. Blade es definitiv geschafft, eine Benchmark zu setzen. Ihre Microhelis erfreuen sich großer Beliebtheit sowohl unter Einsteigern, als auch unter Profis und glänzen durch gute Verarbeitung und vor allem durch hervorragende Flugeigenschaften. Die Familie der 3D-fähigen Blades erstreckte sich bislang vom Microheli Nano CPX (Vorstellung in ROTOR 11/2012) bis zum Blade 500X (Vorstellung in ROTOR 3/2013), den man durchaus schon als ausgewachsenen Heli bezeichnen kann.

»Bereits die Verpackung des neuen Blades lässt erahnen, dass man sich mit diesem Modell ganz klar von der Kategorie der Einsteigerhelis absetzen möchte.«

 

Die Montage der Blade-Helis wird dabei bereits ab Werk durchgeführt, so dass man die Modelle nur als flugfertige Sets inklusive Elektronikkomponenten erwerben kann. Diesen sogenannten RTF- oder im Fall der größeren Modelle auch BNF-Sets (Bind and Fly) haftet in der Heliszene leider immer noch ein Hauch von »Spielzeug-Attitüde« an. Um dem entgegen zu wirken haben die Blade-Macher sich entschieden, erstmals einen Heli in Baukastenform auf den Markt zu bringen, bei dem zusätzlich noch die Möglichkeit besteht eigene RC-Komponenten zu verwenden. Der Blade 550X richtet sich nun speziell an Fortgeschrittene und Profis und soll laut Aussage der Konstrukteure neue Maßstäbe in der 550er Klasse setzen. Ob die neue Wunderwaffe von Blade diesen hochgesteckten Erwartungen gerecht werden kann, erfahren sie in dieser Besprechung.

Lieferumfang

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Diverses Zubehör vervollständigt den Bausatz: Blattcaddy, Schlaufen- sowie selbstklebende Klettbänder für die Akkumontage, diverse Kabelbinder, einige Inbusschlüssel und ein Beutel mit Ersatzschrauben.

Bereits die Verpackung des neuen Blades lässt erahnen, dass man sich mit diesem Modell ganz klar von der Kategorie der Einsteigerhelis absetzen möchte. Der Karton ist hochglänzend in Schwarz und Grün bedruckt und lässt die Umrisse des teilweise im Schatten stehenden Helis nur schemenhaft erkennen. Für die ersten Werbeanzeigen hatte man sich treffenderweise den Spruch »Der will nicht spielen« einfallen lassen. Das aggressive Foto auf dem Karton unterstreicht diese Aussage recht gut. Öffnet man den Karton wird man an die Verpackungen eines anderen etablierten Herstellers erinnert. In insgesamt drei Kästen befinden sich alle benötigten Teile. Der größte beinhaltet alle Komponenten der Mechanik, Kufengestell, Haube sowie das Handbuch und einen kleinen Dekorsatz. In einem weiteren findet man dann die Elektronik. Der letzte, recht lange Kasten beherbergt noch einen Satz Revolution-Rotorblätter sowie das Heckrohr samt Antriebswelle und Streben.

Die mir vorliegende »Combo« stellt ein Komplettset dar und sollte (dazu später mehr) alles bis auf einen Antriebsakku enthalten, was man braucht um einen flugfertigen Heli auf die Kufen zu stellen. Zusätzlich zur kompletten Mechanik und den Rotorblättern gehören ein Brushless-Motor, ein Drehzahlsteller, ein externes BEC, ein Spektrum AR7200BX (Empfänger mit integriertem Flybarless-System) mit Satellit sowie drei Taumelscheibenservos Spektrum H6040 und ein Heckservo Spektrum H6080G dazu. Beim Auspacken der einzelnen Komponenten des Bausatzes (die Elektronik blieb zu diesem Zeitpunkt ja noch unangetastet) habe ich mit Freude feststellen können, dass alles sauber nach Baugruppen sortiert in beschrifteten Beuteln eingeschweißt war, was den Aufbau natürlich sehr erleichtert.

Aufbau und technische Details

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Der Rotorkopf besteht vollständig aus Aluminium und ist gut verarbeitet. Die Blattgriffe sind zweiteilig, so dass die Anlenkarme getauscht werden können. Die Dämpfung setzt auf Gummielemente und eine zusätzliche, durchgehende Delrinbuchse, die den Weg begrenzt.

Die ersten Bauteile, die man in die Hand nimmt sind in der Regel die auffällig designte Kabinenhaube und das einteilige Kufengestell. In meinem Fall hielt die Haube leider eine unschöne Überraschung bereit. Das Design der lackierten GfK-Haube sieht zwar wirklich ansprechend aus, sie ist jedoch sehr stark verzogen und an vielen Stellen schlecht lackiert. Kleine Lunker, Läufer, »Orangenhaut«, Fingerabdrücke und Stellen, an denen abgeplatzter Lack einfach überlackiert wurde, trüben den ersten Eindruck. Weiterhin sind die Ausfräsungen für die Kühlluft von recht grober Art und das GfK ist an den Kanten teilweise leicht ausgefranst. Positiv bleibt zu vermerken, dass die Haube recht leicht und außerdem sehr flexibel ist. Das einteilige, weiß eingefärbte Kufengestell macht einen besseren Eindruck. Es weist zwar ebenfalls einen leichten Verzug auf, dieser ist jedoch nach der Montage an der Mechanik nicht mehr sichtbar. Das Kunststoff-Material des Gestells wirkt stabil und sehr flexibel. Die Größe von Haube und Kufengestell lässt bereits erahnen, dass es sich hier um einen wirklich ausgewachsenen Heli handelt.

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Auch die Rotorwellenlagerböcke, an denen gleichzeitig noch die Taumelscheibenservos befestigt werden sind von hervorragender Qualität. Die Chassisbohrungen des oberen Lagers wurden als Langlöcher ausgeführt, so dass verschiedene Servogrößen verbaut werden können.

Nach der negativen Überraschung durch die Haube war ich natürlich sehr gespannt wie sich der weitere Aufbau des 550X gestalten würde. Mit gemischten Gefühlen schnappte ich mir die Anleitung und stöberte ein wenig darin. Sie ist viersprachig in Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch und enthält hauptsächlich Detail- und Explosionszeichnungen, die mit kleinen Bildunterschriften versehen wurden. Alles in Allem kommt sie mit gerade einmal 20 Seiten für den kompletten Aufbau und die Einstellung des Helis aus. Zu jedem Bauabschnitt findet man eine Liste mit den benötigten Teilen. Am Ende der Anleitung findet man dann noch die bereits von anderen BNF-Modellen bekannten Programmiertabellen für Spektrum-Fernsteuerungen und die Standardeinstellungen des AR7200BX für den Blade 550X. Tipps zur Einstellung des Blattspurlaufs und für die ersten Flüge runden das Ganze ab, auch wenn die Zielgruppe diese sicher nicht lesen wird….

Einen ausführlichen Bericht über weitere technische Merkmale, Aufbau sowie Flugerfahrungen  lesen Sie in der Ausgabe 5/2013 des ROTOR Magazins.

Fazit

Die Frage, ob Blade mit dem 550X nun einen neuen Maßstab in der 550er Klasse gesetzt hat, lässt sich meiner Meinung nach nur schwer beantworten. Beim stolzen Preis von einem knappen Tausender für die Combo sind die angesprochenen Mängel eigentlich ein absolutes No-Go. Generell müsste die Qualität der Fertigung noch ein wenig angehoben werden, um besser zur Preisklasse bzw. Liga, in der der Blade mitspielen will, zu passen. Spätestens beim ersten Flug ist das dann aber vergessen. Blade hat es wieder einmal geschafft, einen aus der Schachtel heraus absolut genial fliegenden Heli auf die Kufen zu stellen, an dem nicht viel verändert bzw. getunt werden muss. Er stellt eine absolut sinnvolle und logische Erweiterung der Blade-Familie dar und durch die Möglichkeit, ihn als reinen Bausatz zu erwerben, wird das Modell auch für Nicht-Spektrum-Piloten interessant. Wenn man dann noch die angesprochenen Mängel abstellt, wäre man dem Ziel, die neue Benchmark zu setzen, schon recht nahe.

Tobias Wilhelm

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