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Kleiner Kobold – SAB Goblin 500

Eingereicht

In ROTOR 5/2012 stellten wir Ihnen mit dem Goblin 700 den ersten Heli aus der Rotorblatt-Schmiede SAB vor. Inzwischen hat er mehrere größere und kleinere Brüder bekommen. SAB-Teampilot Pascal Richter stellt das »Nesthäkchen« Goblin 500 vor.

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Die absolute Domäne des kleinen Kobolds ist der 3D-Flug. Hier hält er durch seinen robusten, in der Luft wohl »unkaputtbaren« Aufbau allen Attacken des Piloten stand. Bild: Tobias Wilhelm

Gerade mal ein Jahr nach Verkaufsstart des Goblin 700 bringt der italienische Hersteller SAB mit dem Goblin 500 sein bereits viertes Modell auf den Markt. Zu allererst fällt dabei auf, dass dieser »500er« einen Rotordurchmesser von 1.136 mm hat, anders gesagt mit 500 mm langen Rotorblättern ausgerüstet wird. Hier diente also die Blattlänge als Größenbezeichnung und nicht, wie bei anderen Produkten, die Motorgröße. Betrieben wird der Heli mit gängigen 6s-LiPos mit Kapazitäten von 3.300 bis 4.500 mAh. Das Abfluggewicht liegt damit bei etwa 2.600 g. Der Goblin 500 wird wie seine großen Brüder ausschließlich fertig lackiert angeboten. Verfügbar sind die Farbkombinationen Rot/Weiß und Gelb/Schwarz. Ich habe mich für die letztgenannte Variante entschieden.

Komponenten

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Aus nur wenigen Einzelteilen entsteht der untere Teil der Mechanik.

Der Baukasten ist bereits mit 500 mm langen Haupt- und 80 mm langen Heckrotorblättern von SAB ausgestattet. Die Möglichkeit, eine möglichst große Zahl an Motoren zu verwenden, wird durch das zweistufige Getriebe und eine Vielzahl verschiedener Motorriemenscheiben (verfügbar sind 16 bis 24 Zähne) realisiert. Ab Werk liegt eine 18er Riemenscheibe bei, die gut für Motoren mit etwa 1.200 U/min/V geeignet ist. Daher fiel die Wahl beim Antrieb auf eine Kombination aus dem PYRO 600-12 und einem JIVE 100+ LV von Kontronik. Beide Komponenten passen perfekt in die Mechanik des Goblin. Das Leistungsspektrum reicht damit vom zahmen Rundflug bis zum extremen 3D bei sinnvollen Drehzahlen von 1.800 bis 2.800 U/min.

An der Taumelscheibe setze ich die brandneuen robbe/Futaba BLS173SVi, am Heck das bewährte BLS256HV ein. Die Besonderheit der Taumelscheibenservos ist, dass sie trotz Midi-Größe mit einem Brushless-Motor ausgerüstet zudem HV-tauglich sind. Darüber hinaus kommt, dass die Kabel steckbar mit den Rudermaschinen verbunden sind. Sie sind in Längen von 100 bsi 300 mm erhältlich. Wählt man die Längen sorgfältig aus, kann man sich viel Kabelsalat ersparen. Um es vorweg zu nehmen: Das Stecksystem konnte in der Praxis überzeugen; die Stecker sitzen wirklich stramm in der Buchse. Trotzdem habe ich sie mit je einem Tropfen Heißkleber gesichert.

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Die fertig aufgebaute Mechanik wartet auf den Einbau des Motors.

Die Stromversorgung wird durch das Hercules Mini-BEC von Western Robotics realisiert, die Flybarless-Steuerung übernimmt ein Mini-VStabi 5.3 Pro im Verbund mit einem robbe/Futaba-Empfänger R6303SB. Aus Platzgründen empfehle ich eine kompakte Flybarless-Einheit. Platz ist zwar vorhanden, steht jedoch in dieser Größenklasse nur begrenzt zur Verfügung. Die Energie bezieht mein Modell aus 6s-LiPo-Akkus mit 4.500 mAh und 30C. Größere Akkus erlaubt der 52 x 53 x 180 mm messende Akkueinbauraum nicht.

Bausatz

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Rotorkopf und Taumelscheibe bestehen vollständig aus Aluminium. Die Taumelscheibenmitnahme erfolgt über separate Schlepphebel. Praktisch: Die Anlenkgestänge lassen sich durch Rechts-Links-Gewinde stufenlos einstellen. Bild: Markus Fiehn

In einem schönen, rot bedruckten Kasten erreichte mich einer der ersten Bausätze. Die Raumaufteilung ist im Gegensatz zum Goblin 700 anders gewählt worden. Eine farbige und bebilderte englische Anleitung liegt obenauf. Sie macht sowohl inhaltlich als auch optisch einen erstklassigen Eindruck. Eine deutsche Version, die in Zusammenarbeit mit SAB entstanden ist, kann man beim Importeur World-of-Heli beziehen. Unter der Abdeckung findet man die einzelnen Kästen mit den nach Baugruppen geordneten Teilen. Die Schaumstoffeinlagen für die hübschen Alufrästeile sind nun in einer eher länglichen Box untergebracht. In einer zweiten befinden sich die Tüten für Schrauben und Kleinteile, die in der Menge deutlich reduziert wurden. Trotz der kompakten Anordnung aller Teile ist die Übersichtlichkeit einwandfrei. In einem schmalen, langen Kasten befindet sich das extrem steife Carbon-Heckrohr (auch Monoboom genannt) zusammen mit den Hauptrotorblättern und der Heckschubstange. Die Haube ist in einem großen Karton ordentlich verpackt und ist, genau wie das Heckrohr, in sehr guter Qualität lackiert. Montage Der erste Bauabschnitt sieht die Montage des Chassis und Landegestells vor. Hier sind bereits die ersten Besonderheiten versteckt: Die zweiteilige Landegestellaufnahme besteht aus Kunststoff und kann im Crashfall kostengünstig ersetzt werden. Weiterhin ist bereits ein Akku-Schnellwechselsystem integriert. Zwei Akku-Montageplatten samt Klettbändern liegen bei…

Fazit

Alles in allem macht der Goblin 500 einen sehr guten Eindruck. Die Mechanik ist sehr durchdacht und man merkt, dass sämtliche Ideen und Neuerungen aus vorherigen Modellen eingeflossen sind. Das Flugverhalten ist als sehr ausgewogen und breitbandig zu bezeichnen. Das Leistungs- und Gewichtsverhältnis wirkt sehr gesund und kommt gerade 3D-Piloten sehr entgegen. Im Falle eines Crashs ist mit den Nylonschrauben am Heckausleger und den Kunststoffelementen am Landegestell ein innovatives System eingeflossen, was sicherlich einen nicht unwesentlichen Teil Energie absorbiert und größeren Schäden entgegenwirkt. In der Praxis funktioniert das System tatsächlich sehr gut. Lediglich mit dem Landegestell sollte man nicht zu hart aufsetzen.

Pascal Richter

Einen ausführlichen Bericht über den Goblin 500 (Montage, Elektronikeinbau sowie Flugerfahrungen)  lesen sie in ROTOR 7/2013 (ab 28. Juni im Handel).

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