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Beam me up, Scotty! Vom Hexacopter zur Enterprise

Eingereicht

Die »Enterprise« geisterte schon seit Jahren durch den Kopf unseres Autors Carsten Wagner. Erste Ansätze eines Modells, noch zu Propellerzeiten entstanden, waren irgendwie nicht der Weisheit letzter Schluss. Dann traten die Multicopter in die Szene und brachten frischen Wind in dieses Projekt. Ergebnis war folgender Drei-Stufen-Plan: Zunächst das Konzept erarbeiten und als Versuchsträger ohne jeden Schnickschnack in die Luft bringen; auf dessen Basis dann ein UFO im 1960er-Jahre-Look gestalten; und wenn dabei alles klappt, schließlich der endgültige Schritt in die unendlichen Weiten des Weltalls!

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Die Story

Als alter Star-Trek-Fan wollte ich schon immer mal ein richtiges Raumschiff bauen – eines, das schwebt und nicht von einem Propeller durch die Luft gezogen wird. Vor etlichen Jahren, als man noch keine LiPos kannte und ich mir über Gewicht und Schwerpunkt keine Gedanken machte (weil ich davon noch keine Ahnung hatte), baute ich die erste Enterprise. Sperr- und Balsaholz, nicht zu dünn, und Alustreben sollten für eine satte Stabilität sorgen, das Ganze mit Bauschaum gefüllt. Etwa 150 cm Länge und 110 cm Durchmesser hatte die Scheibe; vom Gewicht wollen wir lieber schweigen. Ich habe den Erstflug nie gewagt, was wohl auch besser war.

Einige Jahre später habe ich das Ganze in klein gebaut, mit EPP und LiPos. Es hat etliche Prototypen und viele Reparaturen gebraucht, bis die Enterprise dann flog und ein wirklich schönes Flugbild abgab. Aber auch sie hatte noch einen Propeller an der Spitze. Dann kamen die Quadrocopter auf den Markt. »Schweben!«, war mein erster Gedanke, und prompt hatte auch ich so ein Teil, einen Blade MQX. Mit dem experimentierte ich. Vom Grundsatz funktionierte alles – allerdings vertrug er kein richtiges Zusatzgewicht, so dass diese Experimente irgendwie zwischen erfolgreich und zwecklos anzusiedeln waren. Dann aber waren die ersten vernünftigen Copterboards zu haben. »Eigenbau« hieß folglich das Zauberwort, und ich legte los.

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Meine Gedanken

Ich wollte ja die Enterprise bauen, also musste es die Konstruktion zulassen, dass man später einen Rumpf bzw. um das Gestell herumbauen kann. Leicht und günstig sollte es obendrein werden. Natürlich sollte der Copter stabil in der Luft liegen, also entschied ich mich von der Geometrie für einen Hexacopter. Drei Bauabschnitte standen somit auf dem Plan:

1. Das Grundmodell, also das reine Hexacoptermodell, das vernünftig fliegen soll.

2. Auf das Grundmodell soll dann der Aufbau einer »fliegenden Untertasse« im Stil der frühen Science-Fiction-Filme. Ein Einziehfahrwerk, das wie eine Teleskopantenne funktioniert, und ein kleines grünes Männchen, das in einer Klarsichtkanzel sitzt, sollten nicht fehlen.

3. Wenn dies abgeschlossen ist, wäre zu entscheiden, ob ich das UFO in dieser Form weiterfliege, ob ich es zurückbaue und als Enterprise gestalte oder ob ich einen zweiten Copter als Enterprise baue.

In diesem Beitrag geht es erst mal um den ersten Schritt – es gibt also zu einem späteren Zeitpunkt eine Fortsetzung; man darf gespannt sein.

Das Material

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Schablonenspielchen: Mit Hilfe einer Skizze wurden der Umfang und damit die Abstände der Motoren sowie die Platzierung der »Innereien« festgelegt.

Für eine leichte und stabile Bauweise kam nur CfK in Frage. Für den Rahmen zur Aufnahme von Akku, Motorausleger, Board und Landegestell nahm ich zwei 1 mm starke Platten, für die Motorausleger 20 mm gewickeltes CfK-Rohr mit einer Wandstärke von 0,5 mm (was das mit dem gewickelt auf sich hat, ist im Kasten zu lesen). Für die Motoraufnahme verwendete ich 50-mm-CfK-Rohr. CfK hat natürlich seinen Preis, so dass ich mich von der Vorgabe »möglichst günstig« verabschieden musste.

Bei den Motoren und Reglern verhielt es sich anders. Da gibt es ja das bekannte Auktionshaus im Web. Ein paar Begriffe eingegeben, und schon wenige Klicks später war ich fündig. Ein kleiner Händler für Multicopter-Zubehör hatte das benötigte Material zum kleinen Preis: Sehr günstige Motoren und Regler mit Firmware von SimonK (die eine deutlich schnellere Reaktionszeit haben und somit für Multicopter bestens geeignet sind). Ich entschied mich für das Steuerboard KK 2.0 chinesischer Herkunft – wie sich herausstellte, ein Top-Board zum günstigen Preis.

Der mechanische Aufbau

Die Größe habe ich so dimensioniert, dass der Copter im UFO-Zustand noch in den Kofferraum passen würde und bei einem entsprechenden maximalen Scheibendurchmesser von 1.100 mm gleichzeitig gut erkennbar wäre. Zuerst habe ich die CfK-Platten in Form gebracht, d. h. auf der Tischkreissäge mit Diamantblatt zwei gleiche Hexagone (Sechsecke) geschnitten. Bei solchen Arbeiten setze ich grundsätzlich eine Feinstaubmaske auf, was auch gut ist, denn die Farbe der Maske ändert sich von Weiß auf Schwarz! Kaum zu glauben, was da in der Luft ist …

Carsten Wagner

Einen ausführlichen Bericht über das Projekt „Enterprise“ (Aufbau und  Erstflug)  lesen sie in ROTOR 3/2014 (ab 27. Februar im Handel).

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