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Voll integriert: Flybarless-System und Drehzahlregler von Graupner im Zusammenspiel mit der mz-24

Eingereicht

Integration – dieses tolle Wort findet man an allen Ecken und Enden, wenn es um Technik geht. Vorher vollkommen autarke Geräte werden dabei so miteinander verbunden, dass sie zu einem werden oder wie eines wirken. Das gleiche hat Graupner mit dem neuen, im Empfänger integrierten Flybarless-System und den Drehzahlreglern der Serie »+T« gemacht. Ob das gelungen ist, erfahren Sie hier.

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Eigentlich wollte und sollte ich an dieser Stelle nur über die neuen Flybarless-Empfänger GR-18 und GR-24 berichten, die seit Anfang dieses Jahres erhältlich sind und durch erstaunlich günstige Preise glänzen (wo bekommt man schon einen Empfänger mit Flybarless-System für 199,95 bzw. sogar nur 158,95 Euro?). Und das, obwohl sowohl Hard- als auch Software der Systeme komplett in Deutschland entwickelt wurden. Doch dann kam es noch einmal ganz anders, denn während meiner Überlegungen, welchen meiner Helis ich umrüsten sollte, keimte in mir immer mehr der Gedanke (oder auch das »Haben-Will-Syndrom«) auf, zu diesem Zweck einen Raptor E700 aufzubauen, den ich schon bei unserem Autor Tobias Wilhelm fliegen durfte, wo er mir wegen seines geringen Gewichts (leicht fliegt gut) viel Freude bereitete. Nun musste aber plötzlich ein kompletter Heli ausgestattet werden – unter anderem wurde also auch ein Antrieb benötigt. Normal sind hier die Produkte von Kontronik, woher auch der Motor stammt, meine erste Wahl. Beim Regler fiel die Wahl jedoch ebenfalls auf ein Graupner-Erzeugnis, nämlich den Brushless Control +T 160 HV, von dem ich mir versprach, dass die direkte Anbindung der Telemetrie die Anzahl der Kabel enorm reduzieren und den Komfort (Programmierung über den Sender) im Gegenzug noch steigern würde. Auch der ebenfalls moderate Preis (398 Euro für einen 160-Ampere-Regler für 12s mit HV-BEC und integrierter Telemetrie kann man mit gutem Gewissen als Schnäppchen bezeichnen) klang verlockend. Einzig die Frage, wie denn die Regelung sein würde, war noch zu eruieren.

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Drehzahlregler und Empfänger im E700. So aufgeräumt kann es in einem Heli zugehen.

Einbau

Der Einbau des GR-24 Pro sowie der Brushless Control ist vollkommen unspektakulär zu bewerkstelligen. Im E700 ist ja genug Platz für eine komplette »normale« Empfangsanlage mit separatem Akku. Je nach Ausrüstung fallen dabei bis zu fünf Komponenten (Empfänger, Flybarless-System, Drehzahlregler, Empfängerakku und evtl. noch Telemetrie) an, die hier durch nur zwei Geräte ersetzt werden. Bei der Montage des GR-24 Pro ist natürlich darauf zu achten, dass er mit seinen Kanten rechtwinklig zu Hoch-, Längs- und Querachse sitzt – wie bei jedem System eben. Ansonsten ist die Einbaulage aber vollkommen egal, da die Sensoren später während des Setups frei zugeordnet werden können. Damit findet sich in wirkliche jedem Modell ein passender Einbauort. Gerade der kleinere GR-18 3xG mit »nur« neun Kanälen glänzt an dieser Stelle zusätzlich durch seine geringen Abmessungen. Die Servos werden direkt mit dem Empfänger verbunden, was schon mal sehr aufgeräumt wirkt.

Der Drehzahlregler passt mit seinen Abmessungen von 87 x 36 x 28 mm (inklusive Kühlkörper – ein separater Lüfter ist zusätzlich erhältlich) auch problemlos auf die, von den Modellherstellern angedachten Aufnahmen. Die Verkabelung ist ebenfalls einfach: RC-Eingang in den Empfänger auf den Gaskanal (bei Graupner normal Kanal 6), Zusatzkabel des BECs und den beiliegenden Kondensator, der extreme Stromspitzen abpuffern soll, in einen freien Steckplatz sowie das Telemetriekabel in den zugehörigen Anschluss am Empfänger stecken – fertig. Gut von Graupner finde ich, dass man den Regler gleich mit verlöteten Leistungs-Steckern bzw. -Buchsen ausliefert. Für den Motor sind 4-mm-Goldbuchsen und für den Akku ein G6-Stecker vorhanden. Letzteres Stecksystem ist jetzt nicht ganz so verbreitet, passt aber laut seiner Spezifikationen optimal zur Leistung des Reglers. Damit wäre schon alles eingebaut und sieht sogar noch ordentlich aus – der »Kabelwust«, der unterzubringen ist, hält sich bei dieser Kombination in sehr erfreulichen Grenzen.

Setup

Nachdem alles eingebaut und der Empfänger mit der mz-24 gebunden ist, kann man sich schon dem Setup widmen. Dieses läuft bei Flybarless-System und Regler wirklich vollständig über die Telemetrie des jeweiligen Graupner-Senders ab – und zwar textbasiert, so dass es auf allen HoTT-Fernsteuerungen, die ein Display haben, dargestellt werden kann. In den Menüs wird grundsätzlich mit den (bei der mz-24 virtuell auf dem Touchscreen dargestellten) Tasten »ESC« (eine Seite zurück), »ENT« (eine Seite weiter), »DEC« (eine Zeile nach oben) und »INC« (eine Zeile nach unten) manövriert. Mit der Taste »SET« wird der zu ändernde Punkt angewählt und kann dann mit »INC« und »DEC« verändert werden …

Eine ausführliche Vorstellung der HoTT-Komponenten von Graupner lesen sie in ROTOR 8/2014 (ab 29. Juli im Handel).

Text/Bilder: Markus Fiehn

Fazit

Bis auf Kleinigkeiten haben mich vor allem das Flybarless-System, aber auch der Drehzahlregler von Graupner auf ganzer Linie überzeugt. Die Stabilisierung des GR-24 Pro und auch des GR-18 3xG, den ich mittlerweile zur vollsten Zufriedenheit in meinem Gaui X3 einsetze, kann problemlos mit den etablierten Systemen am Markt mithalten …

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