Der SAB IL Goblin Piuma im 6s-Realitätscheck

Mit dem IL Goblin Piuma bringt SAB ein Modell, das bewusst mit klassischen Konzepten der 700er-Klasse bricht. Statt auf maximale Masse und brachiale Leistungsreserven zu setzen, verfolgt der Hersteller einen anderen Ansatz: konsequenter Leichtbau kombiniert mit moderner Konstruktion und hoher Effizienz. Der Name »Piuma« – italienisch für Feder – ist dabei Programm. Ziel ist ein Hubschrauber, der sich leichter, agiler und effizienter fliegen lässt als seine schwereren Klassenkollegen. Doch genau hier stellt sich die entscheidende Frage: Wie viel Leistung benötigt ein so leichtes System tatsächlich, und reicht ein 6s-Antrieb aus, um dieses Konzept sinnvoll umzusetzen? Dieser Bericht beleuchtet das Modell im Detail – von der Konstruktion über den Aufbau bis hin zum Flugtest.

Unboxing
Beim Öffnen des Kartons zeigt sich das Kit im typisch hochwertigen SAB-Design. Das farblich abgestimmte Inlay mit klar strukturierter Bauanleitung und Garantiekarte vermittelt sofort einen wertigen Eindruck. Darunter liegt die hochglanzlackierte Haube, die mit makelloser Oberfläche direkt ins Auge fällt. Insgesamt überzeugen Übersichtlichkeit und ein durchdachtes Verpackungskonzept, das den Aufbau angenehm vorbereitet.



Das Konzept basiert nicht auf einer völligen Neuentwicklung, sondern auf einer gezielten Weiterführung bestehender Plattformen. Deutlich erkennbar sind Einflüsse des SAB Goblin RAW 700, insbesondere bei der nahezu identisch übernommenen, jedoch neu gestalteten Haubenform. Gleichzeitig fließen zentrale Elemente des IL Goblin Pro ein, etwa beim Heckausleger und bei Teilen des Rotorkopfs.
Diese Kombination wirkt schlüssig: Bewährte Technik trifft auf gezielte Optimierung. Besonders hervorzuheben ist der modulare Ansatz. Mit dem Conversion-Kit SC769 lässt sich das Modell vergleichsweise einfach von Elektro- auf Nitro-Antrieb umrüsten. Diese Flexibilität wird in der Szene häufig als klarer Vorteil angesehen.


Konstruktion und Aufbau
Eine deutliche Verbesserung hat die Befestigungsführung der Haube erhalten. Sie verfügt nun oben und unten über passgenaue Kunststoffführungen, die mit kleinen Schrauben an der Carbonhaube befestigt werden. Der Heckausleger wird im Hochdruck-Formverfahren hergestellt – eine moderne Fertigungsmethode, die sowohl Stabilität als auch geringes Gewicht ermöglicht. So wiegt das Carbon-Heck nur ca. 180 Gramm.


Das Chassis besteht aus 2 mm starken Carbon-Seitenplatten, die trotz reduzierter Materialstärke eine hohe Steifigkeit gewährleisten. Der Eindruck beim Aufbau bestätigt dies: Das System wirkt verwindungsarm und …

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