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Fliegengewicht – Der LOGO 600SE von Mikado

Eingereicht

In ROTOR 9/2013 stellte Daniela Frank den LOGO 600SX vor, der mit einigen neuen Teilen aufwarten konnte. Inzwischen wurde auch der LOGO 600SE auf den aktuellen Stand gebracht. Grund genug für die Redaktion, sich dieses Modell, das eigentlich der 700er Klasse zugerechnet werden kann, genauer anzusehen.

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»Der LOGO 600SE ist auch optisch gelungen. Lackierung, Leitwerke und Kufen passen sehr gut zusammen und erleichtern zudem durch ihre Farbgebung die Fluglageerkennung.«

Meinen letzten Mikado-Hubschrauber, einen LOGO 10 3D, habe ich vor etwa sechs Jahren gebaut und geflogen. Von daher war es nun endlich mal an der Zeit, meine Flotte mit einem der aktuellen LOGOs aufzustocken. Nur mit welchem? Als die neue Version des 600SE angekündigt wurde, war die Entscheidung schnell getroffen. Das angegebene Abfluggewicht von 4.000 g wäre für ein Modell mit einem Rotordurchmesser von 1.550 mm geradezu ultraleicht, was für ein ganz neues Flugfeeling sorgen sollte. Ich war also nicht nur neugierig auf den Aufbau eines aktuellen LOGOs, sondern auch auf das Flugverhalten eines so leichten Helis.

Lieferumfang

Der farbig bedruckte Karton enthält alle zum Aufbau erforderlichen Teile ordentlich in Beuteln nach Baustufen verpackt. Im Gegensatz zum aktuellen Trend einer »stylischen« Verpackung gibt die von Mikado sich eher konventionell ohne die schicken Kunststoff- oder Schaumgummieinsätze, in denen anderswo die Aluteile verstaut sind. Auch wenn ich diese schonende und optisch ansprechende Methode bei anderen Modellen immer wieder nett anzusehen finde, ist mir die althergebrachte Variante eigentlich lieber, da sich die Verpackung später viel unproblematischer entsorgen lässt. Für den Kratzschutz der sauber gefrästen Aluteile sind diese übrigens – ganz profan – einzeln separat in Beuteln verpackt.

Viel Raum in der Verpackung nimmt die sauber gearbeitete sowie auffällig und mit einer wirklich hochglänzenden Oberfläche lackierte GfK-Kabinenhaube ein, die so auch ohne jeden Verzug oder Lackschaden beim Kunden ankommt. Komplettiert wird der Bausatz durch EDGE-Haupt- und Heckrotorblättern (693 bzw. 105 mm), ein AntistatikKabelset für den Zahnriementrieb, die deutschsprachige Anleitung im ungewöhnlichen Format A3 quer, einen Rotorblatt-Caddy und mehrere Klettbänder zur Akkubefestigung. Was fehlt, ist das pfeilverzahnte Motorritzel, das der Kunde sich je nach gewähltem Setup dazu ordern muss. Ich habe Letzteres leider vergessen; in meiner Nähe befindet sich aber die Firma SH Modelltechnik (www.shmodelltechnik.com), die das Ritzel am Lager hatte. An dieser Stelle merkt man mal wieder, wie wichtig der Fachhändler vor Ort doch immer wieder ist.

Aufbau

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Es kann losgehen… Der Kasten enthält alle zum Bau benötigten Teile sowie Rotorblätter und die lackierte Kabinenhaube. Alles ist sicher verpackt. Erfreulicherweise hat man sich nicht dazu entschlossen, den »Verpackungsmüll-Overkill« anderer Hersteller mitzumachen.

Der Aufbau gestaltet sich insgesamt unkompliziert, wenngleich die Anleitung meines Erachtens gern etwas ausführlicher sein könnte. Klar ist ein 700er Heil nichts für Einsteiger, was lobenswerterweise neben einigen anderen Sicherheitshinweisen in der Anleitung erwähnt ist. Dennoch vermisse ich beispielsweise den Vermerk, dass Verschraubungen in Metall grundsätzlich gesichert werden sollten. Bei manchen Bauschritten ist zwar Loctite eingezeichnet, aber eben nicht bei allen. Auch sind leider nicht alle Schrauben in ihrer Größe benannt. Ich habe eine Weile die Zeichnung der Chassismontage abgesucht, ehe ich durch simples Ausschlussverfahren in der Stückliste die Größe M2,5 x 10 als richtig für die Verbindung der Seitenteile ermittelt habe. Diese waren als einzige nicht in der Zeichnung benannt und passten auch von der Anzahl her. Auffällig bei allen LOGOs (außer den XXTREMEs natürlich) ist ja der hohe Anteil an Kunststoffteilen. Daher möchte ich an dieser Stelle mal eine Lanze für diese Bauweise brechen. Bei richtigem Einsatz bzw. richtiger Auslegung der Teile ist dieser Werkstoff oft sogar besser geeignet als eine CfK-Alu-Kombination – so schick diese auch anzusehen ist. Wer den Mikado-Teampiloten bei ihren Demos zusieht, erkennt zudem schnell, dass diese »Plastebomber« (dieser Begriff stammt nicht von mir) bezüglich ihrer Festigkeit den Modellen aus vermeintlich hochwertigeren Materialien in nichts nachstehen. Zudem ist die Qualität des Kunststoffs hier wirklich perfekt. Da kann sich der eine oder andere Mitbewerber wirklich eine Scheibe abschneiden.

Chassis

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Durch wenige Teile ist das Grundchassis binnen kürzester Zeit aufgebaut.

Der Aufbau beginnt mit dem Chassis. Für mich war es das erste Mal, dass ich mir die filigranen und mit zusammen 311 g sehr leichten, dennoch aber sehr steifen Halbschalen ganz genau angesehen habe, und ich kann nur sagen, dass sich da jemand richtig am CAD ausgetobt hat. Respekt! Als erster Schritt steht hier die Montage der Motorbaugruppe nebst Gegenlager an. Ein zusätzlicher, am Gegenlager verschraubter Steg mit Kugellager verbindet es zusätzlich mit der Rotorwelle und sorgt so dafür, dass sich das Zahnflankenspiel auch unter Last nicht verändert. Insgesamt 14 M2,5-Verschraubungen halten die beiden Seitenteile später passgenau zusammen. Als sinnvoll erweist sich dabei der Tipp, die zugehörigen Stoppmuttern mittels eines Rotorkopfgestänges, an dem die Muttern leicht angeschraubt werden, in ihren Sitz reinzuziehen. In diesem Step werden auch die Führungsrollen für den Zahnriemen im Chassis montiert. Die sitzen auf 3-mm-Stahlstiften, die einfach in die Seitenteile eingeklippst werden. Das System kannte ich schon vom Raptor 50, wo es bei sich lockerndem Riemen gern mal das Problem gab, dass die Stifte in ihren Sitzen herum- und manchmal auch heraussprangen. Ein Tropfen Sekundenkleber bei der Montage wirkte damals Wunder und wurde daher auch hier angebracht…

Einen ausführlichen Bericht über den Logo 600SE (Aufbau und Flugerfahrung)  lesen sie in ROTOR 2/2014 (ab 30. Januar im Handel).

Fazit

Abgesehen von der Anleitung, die meines Erachtens gern ein wenig überarbeitet werden dürfte, um auch die letzten Fragen auszuräumen, die man so als LOGO-Neuling wie ich vielleicht hat, kann ich dem LOGO 600SE nur bescheinigen, ein ausgereifter, leichter und leiser Heli zu sein. Die Qualität aller Aluminium- und Kunststoffteile ist perfekt, das Flugverhalten tadellos und das Einsatzspektrum macht ihn zur »Allzweckwaffe« für »Normalos«, die einfach ein wenig gemütlich durch die Gegend cruisen wollen, für Fortgeschrittene, die ihre ersten Kunstflugübungen machen wollen, und auch für 3D-Cracks. Alle werden die Vorteile eines so leichten Helisystems schnell zu schätzen lernen, das bereits mit moderaten Drehzahlen sehr gute Flugleistungen an den Tag legt.

-mf-

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