Leonardo ist auf der Zielgerade zur Zulassung seines Einturbinen-Hubschraubers AW09.
Er soll noch in diesem Jahr in Serie gehen.
Ready for take-off
Ganz am Anfang stand die Schweiz. Denn der eidgenössische Luftfahrthersteller Kopter am Flugplatz Mollis, früher unter dem Namen Marenco Swisshelikopter bekannt, hatte sich 2007 absolut ambitionierte Ziele gesetzt. Ein völlig neu entwickelter Turbinen-Helikopter mit der Bezeichnung SH09 sollte entstehen. Zudem wollte man in der Schweiz den Hubschrauber nicht nur konstruieren, sondern auch eigenständig produzieren und erfolgreich vermarkten.

Der damals von einem Helikopter-Pilot gegründete Herausforderer wollte immerhin gegen eine seit Jahrzehnte etablierte Konkurrenz aus der ganzen Welt antreten: Marktführer Airbus Helicopters hat ebenso bewährte Einturbinen-Hubschrauber im Programm wie US-Wettbewerber Bell oder Leonardo aus Italien. Am 2. Oktober 2014 gelang der Erstflug des Prototypen in Mollis. Dort sollte er auch hergestellt werden, so der Plan.

Einen hochkomplexen Turbinen-Helikopter konstruieren, bauen, vermarkten und später auch den Support liefern ist allerdings eine ungemein herausfordernde Aufgabe für ein junges Unternehmen ohne Background in der Aviatik.
2026, gut 19 Jahre später, ist das Projekt nun auf der Zielgeraden: Noch in diesem Jahr könnte der Hubschrauber seine seit vielen Jahren ersehnte Musterzulassung durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA erhalten. Damit dürfen dann Serienproduktion und Auslieferung der ersten vorbestellten Exemplare beginnen. Die Zulassung durch die amerikanische Flugsicherheitsbehörde FAA könnte wohl …
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