No Vibrations, please! Vibrationsanalyse am Heli mit ViRA

Mit dem selbst entwickelten Tool ViRA bietet das Unternehmen pean-engine2ring eine Lösung an, um möglichen Ursachen für Vibrationen an Flugmodellen auf den Grund zu gehen und effektive Optimierungen für ein einwandfreies Flugverhalten vornehmen zu können. Was es genau mit diesem Tool auf sich hat, und inwieweit auch »Normalpiloten« einen Nutzen von diesem kleinen Helfer haben, weiß Frederick Winkle zu berichten.

ViRA-(1)

Die ViRA-Hardware besteht aus einem Mikrocontroller (links) der über ein vierpoliges Kabel fest mit dem Beschleunigungssensor (rechts) verbunden ist. An der Vorderseite des Mikrocontrollers befindet sich eine Mikro-USB-Buchse, die zum Anschluss am Computer dient.

Vibration« vertreibt die Firma pean-engine2ring ihr innovatives Tool zur Auswertung von Vibrationen am Flugmodell und voraussichtlich auch bald zur Maschinenüberwachung in der Industrie. Der Slogan und die Versprechen des Herstellers machen neugierig, und im Hobbybereich ist die Verlockung meist besonders groß, sich etwas neues, spezielles anzuschaffen – sei es der Racing-Sprit von der Tanke, der Sportauspuff oder ein Riesenspoiler am Heck. Im professionellen Einsatz sicherlich sinnvoll, doch bei einem Serienfahrzeug lässt sich über den Sinn solcher Investition diskutieren.
Unser Praxistest soll zeigen, was ViRA (Vibration Reporting & Analysis) wirklich kann. Ist das System auch für die »Serienmodelle« der Heliszene sinnvoll oder nur etwas für Freaks und kommerzielle Heli-Piloten?

An unserem T-Rex 550L soll ViRA seinen Nutzen unter Beweis stellen. Wir wollen sehen, ob die Auswertung wie erwartet funktioniert und das System richtig arbeitet. Bis auf einen bereits eingeflogenen Vierblatt-Rotorkopf für ein anstehendes Scale-Projekt ist an unserem T-Rex alles serienmäßig und Vibrationen sind auf den ersten Blick eigentlich nicht erkennbar.

ViRA-(3)

Hier ist die ViRA-Hardware mit Klettbändern an einem Heckausleger befestigt. Bei Bodenläufen kann die Verbindung zum Computer über ein USB-Kabel hergestellt werden – alternativ dazu ist auch eine kabellose Datenübertragung mittels Bluetooth möglich.

Software-Installation
Die benötigte ViRA-Software kann kostenlos von der Hersteller-Webseite www.pean-engineering.com/download herunterladen werden; die anschließende Installation der Software geht unter Windows schnell und einfach von der Hand. Als weitere (und einzige) Maßnahme muss der Anwender am Bildschirmmenü noch den Reiter »Setup« öffnen und per Mausklick einen Gerätetreiber für den ViRA-Sensor installieren.
Sobald alles bereit ist, wird die ViRA-Hardware mittels Micro-USB-Kabel mit dem Computer verbunden; alternativ dazu kann man auch eine drahtlose Bluetooth-Verbindung aufbauen. Anschließend folgt ein Klick auf den Start-Button am Computerbildschirm und schon sieht man eine farbige Zackenlinie in einem Koordinatensystem. In unserem Fall wird schon eine Drehzahl von 5.410 U/min am Bildschirm ausgegeben, obwohl der Sensor noch auf dem Tisch liegt.

Des Rätsels Lösung: Der kaum wahrnehmbare Lüfter unseres Notebooks war dem ViRA-Sensor nicht verborgen geblieben und wurde sofort aufgezeichnet. Erst als der Sensor auf einem separaten Tisch lag, sanken die Messwerte annähernd auf Null – schon mal sehr vielversprechend! …

Text/Bilder: Frederick Winkle

001_Titel-11-15Einen vollständigen Bericht über dasTool von pean-engine2ring lesen Sie in der Ausgabe 11/2015. Ausgabe bestellen

 

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