Wie Phönix aus der Asche: Das zweite Leben der Galileo-Exec

Dem einen oder anderen Leser wird die Galileo-Sendung auf Pro7 zum Thema »Bodenresonanz bei Hubschraubern«, die Anfang letzten Jahres ausgestrahlt wurde, sicherlich noch in guter Erinnerung sein. Das Resultat des damaligen Experiments, das eindrucksvoll an einem Modellhubschrauber demonstriert wurde: jede Menge Einzelteile! Nur gut, dass unser Autor Gerd von Runkel ebenfalls Zuschauer der Sendung war und auf Anhieb die passende Ideen für eine Wiederbelebung des zerstörten VARIO-Modells hatte – und prompt auch Gehör für sein neues Projekt, der »Second live«-Exec fand.

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»Die VARIO Exec ist sicher ein ungewöhnliches Modell, und meiner Meinung nach ein guter Einstieg zum Großmodell – und was das Modell aushält, hat es ja eindrucksvoll bewiesen.«

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Peter Scheiwiller stellte für das Galileo-Projekt zahlreiche technische Daten und Farbcodes seiner original Exec zur Verfügung.

Als sich am 10. Februar letzten Jahres die Pro7-Sendung Galileo mit dem Thema »Bodenresonanz bei Hubschraubern« beschäftigte, habe auch ich mir diese Sendung angeschaut. Bereits früh wurde die Sendung in Foren und auf Facebook beworben, da diese bei VARIO in Gräfendorf gedreht und hierfür eigens ein VARIO-Modell zur Verfügung gestellt wurde. In der Sendung ging es der großen Rotorway Exec an den Kragen, die zumindest rein äußerlich aus dem üblichen Rahmen fällt. Beim Original handelt es sich um einen Leichthubschrauber, der nur als Bausatz erhältlich ist und bei VARIO als Modell im Maßstab 1:3 angeboten wird.

Als Modell hatte ich die Exec bis dato noch nicht fliegen sehen, lediglich im Ausstellungsraum in Gräfendorf fiel mir das Modell bisher auf. Einige nannten sie auch »hässliches Entlein«, was zum Teil sicherlich an der Lackierung lag, die auch mir persönlich nicht so gut gefiel. Aber irgendwie tat mir das demolierte Modell nach den erfolgreichen Versuchen in der Sendung leid und obwohl ich eigentlich nichts mehr bauen wollte, so dachte ich doch darüber nach, was man daraus noch alle machen konnte. Ich bin bei der Auswahl meiner Muster eher ein »Underdog« und somit passte die Exec wunderbar in mein Beuteschema. Und mit gut 2,35 Metern Länge ist sie auch recht augenfreundlich, also getreu meinem Motto: Bevor ich mein Geld zum Optiker schleppe, mache ich lieber den Heli größer!

Nach ein paar Tagen des Nachdenkens, telefonierte ich mit VARIO-Geschäftsführerin Kirsten Zodtner, um mich nach der Exec zu erkundigen. Nach einem ausführlichen Gespräch und dem Unterbreiten des Vorschlags, aus den Resten der Exec ein »Second Live«-Projekt zu machen, waren wir uns schnell einig, dass ich die Reste des Rumpfs zu einem fairen Preis übernehme, um daraus wieder etwas Schönes entstehen zu lassen.

Rumpf
Einige Wochen später wurde ein großer Karton geliefert. Kirsten hatte mir wie vereinbart den leeren Rumpf zukommen lassen. Das heißt, die Zelle mit Instrumentenpilz, allen Scheiben, die Kufenrohre sowie der abnehmbare Heckausleger mit Wellenanlage, der Befestigung des Heckauslegers inklusive des Servo-Gestänges; dabei waren auch alle (auch die beschädigten) Holzspantenteile. Nicht im Paket waren die zerstörten Kufenbügel, Sitze und Bodenteile des Cockpits, Mechanik und Getriebe sowie die Beleuchtung …

Text/Bilder: Gerd von Runkel

rotor11_16Einen vollständigen Bericht über die VARIO Exec lesen Sie in Ausgabe 11/2016. Ausgabe bestellen

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