Edel-Chopper: Die Carbon-Hughes 500D von Markus Tisius

Die Hughes 500-Modelle von Stefan Witte gelten in der Szene als der »Mercedes« unter den Scalern. Sehr leicht und aus hochwertigen Materialien gefertigt, extrem robust und dazu noch schick anzusehen. Ein solches Modell stand schon lange auf der Wunschliste von Markus Tisius und als sich die Gelegenheit bot, eines zu erwerben, wurde kurzerhand zugegriffen. Was die Hughes im Maßstab 1:4 besonders auszeichnet, hat Markus für uns zusammengefasst.

Manche Projektideen beschäftigen die Modellbauer etwas länger, sei es wegen der Bauzeit oder der inneren Findungsphase. So auch in meinem Fall. Nach einigen Projekten mit 3D-Trainern im letzten Jahr zog es mich wieder zurück zum Scale-Modellbau. Meine elektrische MD 500E (ROTOR 11/2018) hatte inzwischen den Besitzer gewechselt und der neue Modelltyp stand eigentlich schon fest: Es sollte wieder eine Hughes 500 werden, diesmal aber die D-Variante und mit Turbinenantrieb. Nur hinsichtlich des Maßstabs und des Antriebs war ich noch etwas unschlüssig, was dazu führte, dass ich immer wieder das Für und Wider der möglichen Größen und des Antriebs abwägte. Das Seminar des DMFV zum Thema Turbinenantrieb beseitigte schließlich auch die letzten Zweifel an dieser Antriebsart.

Rückblick
Vor drei Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Hughes-Rumpf im Maßstab 1:5,8 aus Prepreg-Carbon von Witte-Helicopters in der Hand und war sofort – wie man neudeutsch sagt – geflasht. Sehr leicht, megastabil, detailliert und vorbildgetreu! Auch die Flugvorführungen des Herstellers (also Stefan Witte) trugen nicht dazu bei, dass sich das »Haben-wollen-Gefühl« mit der Zeit verflüchtigte. Nun ja, die Zeit verging und Stefan war mittlerweile zum dritten Mal beim FSC Duisburg-Rheinhausen auf dem HeliDay zu Gast. Es folgten immer wieder Telefonate zwischen Stefan und mir, in denen die Vorzüge bestimmter Maßstäbe diskutiert wurden. Irgendwann stand aber fest: Es sollte eine Hughes im Maßstab 1:4 werden. Und dann kam das Glück (und Stefans Mitwirken), denn plötzlich stand ein gebrauchter Rumpf zum Verkauf, was eher selten vorkommt.

Details zum Rumpf
Der Rumpf hatte schon einige Flüge hinter sich. Der Erstbesitzer baute nach meinen Informationen eine Hybridversion ein, eine Elektromechanik mit Schubturbine. In der zweiten Lebensphase sollte die Maschine jedoch auf einen reinen Turbinenantrieb umgerüstet werden.

Witte-Helicopters ist weltweit der einzige Hersteller von Hubschrauberrümpfen, der diese im Prepreg-Autoklav-Verfahren herstellt. Grob geschätzt werden für einen solchen Rumpf etwa 10 Quadratmeter Prepreg-Carbon verwendet. Die Produktion ist ein wenig wie Plätzchenbacken, denn jeder Quadratzentimeter des wertvollen Karbons wird genutzt. Das Material wird zunächst tiefgekühlt gelagert und für die Verarbeitung aufgetaut und zugeschnitten. Im weiteren Produktionsprozess wird das Prepreg-Carbon in die Formen eingelegt und anschließend im Autoklaven (Druckbehälter) unter Hitze und Druck ausgehärtet.

Witte-Helicopters ist weltweit der einzige Hersteller von Hubschrauberrümpfen, der diese im Prepreg-Autoklav-Verfahren herstellt. Grob geschätzt werden für einen solchen Rumpf etwa 10 Quadratmeter Prepreg-Carbon verwendet. Die Produktion ist ein wenig wie Plätzchenbacken, denn jeder Quadratzentimeter des wertvollen Karbons wird genutzt. Das Material wird zunächst tiefgekühlt gelagert und für die Verarbeitung aufgetaut und zugeschnitten. Im weiteren Produktionsprozess wird das Prepreg-Carbon in die Formen eingelegt und …

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