Full Speed: SAB Mini Comet

Die Italiener können Design, keine Frage. Aber Design ist bekanntlich Geschmacksache. Dass SAB allerdings den Nerv der Helibegeisterten getroffen hat, bewies das große Interesse bei der Erstvorstellung des Mini Comet auf der ROTOR Live 2017. Die Konturen und das Design wurden sehr exakt vom großen Bruder – dem SAB Comet – runterskaliert. Blieb es in Iffezheim noch bei der Nabelschau am Messestand von World of Heli, wurden Mitte Juni 2017 bei der HeliChallenge in Dübendorf beide Modelle im Speed- und 3D-Flug von den SAB-Teampiloten präsentiert. Ob sich der rasante Zwerg auch vom Otto-Normal-Piloten zähmen lässt, verraten Niklas und Michael Mai in ihrem Bericht.

Zugegeben, wir sind SAB-Fans. Keine Frage, dass wir den Verkaufsstart des Mini Comet kaum erwarten konnten. Die Produktvorstellungen auf der Messe und den Sommer-Events ließen einen relativ zügigen Bau erahnen und so waren wir gespannt, ob der kleine Italiener bevorzugt auf den Maximalausschlag des Pitchknüppels konstruiert ist, oder auch bei allen anderen Gangarten den Spaßfaktor erhöht. Und: Wie wirkt der Direktantrieb und wie schaut’s mit der Sichtbarkeit des windschnittigen Modells aus? Ist der kleine Comet nur was für Speedjunkies oder ist er ein stabiler Allrounder für Jedermann? Alles Gründe, sich trotz aller Liebhaberei kritisch mit dem Modell auseinanderzusetzen.

Warum auf die Post warten, wenn der nächste Heliladen zwar nicht gerade um die Ecke liegt, dafür aber mit einem firmeneigenen Modellflugplatz lockt? Einige Tage nach Verkaufsstart holten wir den Mini Comet bei Hugo Markes von modellsport.ch ab. Es regnete kurz nach Ankunft ohne Unterbrechung, an einen Abstecher auf Hugos Modellflugplatz war nicht zu denken. Der Bausatz einschließlich Regler und Motor wurde um einen Servosatz und zwei Akkus ergänzt, dann traten wir nach Kaffee und Kuchen in Pfäffikon wieder die Heimreise an.

So sind die Taumelscheiben-Servos auf der Grundplatte montiert – ebenfalls erkennbar ist die Kabelführung.

Verpackung und Bauteilqualitäten
SAB bleibt seinem Verpackungsdesign treu und macht – auch wenn die Verpackung auf die Flugeigenschaften selbstverständlich keinen Einfluss hat – das Auspacken zu einem Erlebnis und setzt den Modellbauer schon mal in eine positive Grundstimmung. Öffnet sich der Deckel, sind eine grafisch sehr ansprechende und exakte Anleitung sowie die Registrierkarte »on top«. Darunter befindet sich der zweiteilige Rumpf, der sofort die vollständige Kontur – abgesehen von Landegestell und Heckfinne – des fertigen Modells abbildet. Das Dekor der Haube und des Rumpfteils, der Heckfinne und des Ladegestells sind sehr exakt lackiert. Lediglich an den Stoßflächen von Rumpf und Haube sind bei sehr peniblem Inspizieren kleine Stellen zu erkennen, an dem die Überdeckung der Grundierung mit Farbe fehlt.

Bei unserem Bausatz blieb eine kleine Fehlstelle im Bereich der Heckrotoraufnahme offen, die später mit neonfarbenem Lack nachgebessert wurde. Der wird auch weiterhin noch Anwendung finden, denn je nach Untergrund zum Starten und Landen bleibt das Landegestell von Lackabplatzern nicht verschont. Wem’s gefällt, für den ist auch ein Schrumpfschlauchüberzug eine Möglichkeit zur Vorbeugung …

Text/Bilder: Michael & Niklas Mai

Einen vollständigen Bericht über den SAB Goblin Mini Comet von SAB Heli Division lesen Sie in Ausgabe 3/2018. Ausgabe bestellen

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