Historie zum Anfassen: Das Projekt Focke-Achgelis Fa 223 Drache

Ein Blick zurück: Im Sommer 2015 während der Turbinen-Umbauphase meines letzten Full-Scale-Projekts, der Bell UH-1Y Venom, kam wieder der Gedanke an ein neues Bauprojekt auf. Im Herbst begann ich dann in der Historie der deutschen Hubschrauber-Entwicklung zu graben, da sich im Hinterkopf eingenistet hatte auf keinem Fall irgendeinen modernen Hubschrauber aus dem Kasten aufbauen zu wollen. Ich wusste von der Focke-Wulf Fw 61 als einen der ersten deutschen Hubschrauber und suchte im Internet nach Informationen.

Die Recherche über Prof. Focke brachte mich dann auf die Fa 223 (Focke-Achgelis) und die ersten Bilder der Maschine ließen mich aufmerksam werden. Das Interesse war geweckt und ich begann, nach Informationen zur Fa 223 zu suchen. Die Fa 223 Drache war der erste Großhubschrauber der in Serie gebaut wurde und als Lastesel im aktiven Einsatz war. Er stellte etliche Rekorde auf, die aufgrund des Zweiten Weltkriegs meines Wissens nach aber nie offiziell anerkannt wurden.

Hier habe ich die Seitenplatten des Hecksegment-Trägerkastens auf Basis der festgelegten Abmessungen ausgeschnitten. Hierbei handelt es sich um 1,5 mm starkes Flugzeugsperrholz aus Birke.

Die Fa 223 wurde zur Versorgung und zur Versetzung von Material für die Gebirgsjäger und Infanterie eingesetzt. 1944 wurden zwei Maschinen in Münster für Rettungsflugaufgaben stationiert. Da die Taumelscheibe, wie wir sie heute kennen, noch in der Entwicklung war, aber nicht mehr zu Einsatz kam, wurde Pitch über Gas gesteuert. Die Steuerung der restlichen Funktionen erfolgte über Seilzüge und Drehwellen durch die Rotorwelle hindurch hin zum Kopf. Wie man diese komplexe Steuerung dann am Ende umgesetzt hat entzieht sich meiner Kenntnis …

Text/Bilder: Frank Wedekind

Einen vollständigen Bericht über das Projekt Focke-Achgelis Fa 223 lesen Sie in Ausgabe 9/2017. Ausgabe bestellen

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