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Learning by doing – step by step zum sicheren Helipiloten

Eingereicht

Modellhelicopter fliegen erfreut sich stetig wachsender Popularität. Hauptgrund dafür sind sicher die vielen Koax-Modelle, mit denen man ohne Grundkenntnisse und für vergleichsweise wenig Geld die ersten Schritte tun kann. Doch was kommt danach? Ein »richtiger« Hubschrauber. Plötzlich muss man sich mit der Technik auseinandersetzen und das Fliegen ist auch gar nicht mehr so einfach, wie man es von dem kleinen Koax her kennt.

Und genau an dieser Stelle wollen wir mit unserer Serie ansetzen. Unsere Einsteiger-Serie wird Sie dort »abholen«, wo Sie mit dem Koax stehen geblieben sind und Ihnen Schritt für Schritt das Fliegen mit einem um alle Achsen steuerbaren »richtigen« Modell nahebringen.

Bisher veröffentlichte Ausgaben:

 

Teil 1 : Ganz allgemein geplaudert (ROTOR 1/2012)
Teil 2: Basic Patterns: Begriffe und Abkürzungen (ROTOR 2/2012)
Teil 3: Basic Patterns: Grundsätzliches zur Sendereinstellung (ROTOR 3/2012)
Teil 4: Basic Patterns: Gas- und Pitch-Einstellung am Sender (ROTOR 4/2012)
Teil 5: Basic Patterns: Dual-Rate, Expo und Gain (ROTOR 5/2012)
Teil 6: Alles über Servos, Teil 1 (ROTOR 6/2012)
Teil 7: Alles über Servos, der Einbau (ROTOR 7/2012)
Teil8: Der Heckrotor (ROTOR 8/2012)
Teil 9: Funktionsweise des Hauptrotors (ROTOR 9/2012)
Teil 10: Rotorkopf-Hardware (ROTOR 10/2012)
Teil 11: Rotorkopf-Montage (ROTOR 11/2012)
Teil 12: Rotorblätter (ROTOR 1/2013)
Teil 13: Ab an den PC (ROTOR 2/2013)
Teil 14: Der Schwebetrainer (ROTOR 3/2013)
Teil 15: Trainingshilfen (ROTOR 4/2013)
Teil 16: Erste Schritte (ROTOR 5/2013)
Teil 17: Heckschweben (ROTOR 6/2013)
Teil 18: Viereck im Heckschweben (ROTOR 7/2013)
Teil 19: Viereck im Seitenschweben (ROTOR 8/2013)
Teil 20: Viereck im Nasenschweben (ROTOR 9/2013)
Teil 21: Pirouetten (ROTOR 10/2013)
Teil 22: Schmetterling und Rundflug (ROTOR 11/2013)

Leseprobe aus Teil 18: Viereck im Heckschweben

Da wir uns im letzten Teil dieser Kolumne mit dem sicheren Heckschweben, also mehr oder weniger mit dem Schweben auf einer Stelle beschäftigt haben, wird es nun Zeit, den Heli ein wenig durch die Gegend zu bewegen. Hierbei soll es noch lang nicht um den Rundflug gehen, sondern vielmehr um ein kontrolliertes Schweben im Raum. Wenn Sie mittlerweile in der Lage sind, Ihren Heli über einen längeren Zeitraum einigermaßen präzise auf der Stelle zu halten, wird es Zeit eine der wichtigsten Grundfiguren zu trainieren: ein simples Viereck.

Das hört sich zwar recht einfach an, aber selbst im Heckschweben ist ein wirklich präzise gesteuertes Viereck eine richtige Herausforderung. Bei dieser Übung soll der Heli abheben, einige Sekunden auf Augenhöhe schweben und dann, über Roll und Nick gesteuert ein Viereck mit einer Kantenlänge von ca. zehn Metern beschreiben. Da man so ein Viereck ohne Anhaltspunkte nicht sehr genau fliegen kann, habe ich mir die F3Cler als Vorbild genommen, und mir kleine Fähnchen zur Unterstützung gebastelt. Damit kann man das »Schwebeviereck« wunderbar abstecken und hat somit eine perfekte Kontrolle für die Präzision der eigenen Fliegerei.

Schwebefähnchen

Die Materialwahl der Fähnchen sollte hierbei mit Bedacht erfolgen, da man beim Training doch recht schnell mal mit den kleinen Helfern in Kontakt kommen kann. Sind diese dann aus zu hartem Material, kann der Heli sich in ihnen verfangen bzw. beim Kontakt beschädigt werden und schlimmstenfalls abstürzen. Für das Training mit meinem Titan X50 habe ich mir 50 cm lange Streifen aus Balsaholz geschnitten und diese an ihren unteren Enden angeschrägt, um sie besser in den Boden stecken zu können. Die »Fähnchen« wurden dann aus Zeichenkarton ausgeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband auf die Balsastreifen geklebt. Mit einem Maßband bewaffnet, wurde nun ein Viereck mit einer Kantenlänge von zehn Metern ausgemessen und die Ecken mit den Fähnchen abgesteckt. Um das ganze noch übersichtlicher zu machen, habe ich ein fünftes Fähnchen in einer anderen Farbe angefertigt und die Mitte des Vierecks damit markiert. So kann man bei Flügen diagonal von Eckpunkt zu Eckpunkt besser über die Mitte peilen.

Das Viereck

03_modell_fahne

So steht der Heli optimal über der Fahne.

Haben Sie nun Ihr Viereck abgesteckt, können Sie sich in etwa zehn Metern Entfernung genau in der Mitte der zu Ihnen gerichteten Kante positionieren. Der Heli sollte dabei genau mittig auf der Kante des Vierecks stehen. Ihre Position können Sie überprüfen, indem Sie über den Heli in Richtung der Mittenmarkierung des Vierecks peilen. Steht der Heli mittig im 90-Grad-Winkel auf der Kante und Sie sehen ihn genau von hinten (Heckausleger, Nase des Helis und Mittenmarkierung des Vierecks exakt in einer Linie) haben Sie sich richtig positioniert. Versuchen Sie nun, das Modell möglichst gerade abzuheben und etwa auf Augenhöhe aufzusteigen. Hier sollte der Heli nun ca. fünf Sekunden still schweben.

Nun geht es nach links oder rechts (abhängig davon, welche Richtung Sie am Anfang bevorzugen) zum ersten Eckpunkt. Hierfür wird ein leichter Rollinput benötigt. Je nachdem ob Sie einen Flybarless-Heli oder einen mit Paddelkopf einsetzen, kann der benötigte Input größer oder kleiner ausfallen. Bei einem Flybarless-Heli benötigen Sie in der Regel nur einen kleinen Input, um den Heli ein wenig in Schräglage zu bringen. Sobald der Heli diese angenommen hat, wird er beginnen, sich in Richtung des Eckpunkts zu bewegen. Bei einem sehr weich und träge abgestimmten Paddelrotorkopf kann es möglicherweise nötig sein, das Modell durch einen ganz leichten permanenten Rollinput am »Laufen« zu halten. Die Schräglage des Helis wird dabei geringer sein als bei einem Flybarless-Heli. Die Schwierigkeit besteht also darin, ihn genauestens zu beobachten und zu erkennen, wann eine größerer oder kleinere Steuereingabe nötig ist, um die Geschwindigkeit zu halten ….

Ausgabe verpasst! Kein Problem!

Die hier aufgelisteten Ausgaben können Sie in unserem Onlineshop-Archiv oder telefonisch unter 07221/9521-19 nachbestellen.

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