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Vierarmige Hornisse: Dualsky Hornet 460

Eingereicht

Egal, ob Quadcopter nun wirklich unter den Fachbegriff »Hubschrauber« fallen oder nicht: Sie sind technisch interessant und haben sich schon längst aus der Nische zum Mainstream entwickelt. Mit der kunstflugtauglichen Hornet hat auch der Motorenhersteller Dualsky ein solches Modell im Sortiment, um das es hier gehen soll.

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Die Hornet 460 begeistert durch absolut stabiles Flugverhalten und bei Bedarf extreme Wendigkeit bis hin zum Kunstflug.

Quadcopter sind aus der Modellflugszene kaum mehr wegzudenken. Und neben uns Helipiloten haben auch die Kollegen der flächenfliegenden Zunft diese Fluggeräte entdeckt, deren gutmütige Flugeigenschaften den Einsatz als »Nebenbei-Spaßgerät« geradezu aufzwingen. Außerdem lassen sich auch wunderbar Kameras daran befestigen. Das soll aber hier nicht unser Thema sein; vielmehr geht es um den ersten Quadcopter des Herstellers Dualsky, dessen Motoren und Regler gerade im Flächenbereich gern eingesetzt werden. Der Vertrieb für Deutschland läuft über die in Frankfurt ansässige Firma Techamp bzw. deren Endkunden-Shop Parkflieger. Genau von dort kam auch der Anruf, es gäbe da einen brandneuen Quadcopter, den ich unbedingt mal ausprobieren müsste. Aus dem Kasten raus würde er mit perfekt stabilem Flugverhalten (inklusive Kunstflug) glänzen und durch die bereits auf der Platine integrierte LED-Beleuchtung auch bei Nachteinsätzen gut zu sehen sein. Durch das Wort »Kunstflug« war mein Inter­esse geweckt; hatte ich doch bislang nur kleinere Quadcopter mit Kunstflugeigenschaften geflogen und war gespannt, wie das denn mit einem größeren Modell wie der Hornet 460 (Propellerabstand in der Diagonalen: 460 mm) funktionieren würde.

Lieferumfang

Nur drei Tage später stand der erstaunlich kleine Kasten auf meinem Tisch, aus dem laut Beschreibung innerhalb von nur einer halben Stunde eine flugfertige Hornet entsteht. In mehreren Boxen findet man die fertig montierten Heckausleger, je zwei schwarze und weiße bzw. rechts- und linksdrehende Propeller, das vormontierte Zentralmodul, die »Füße« (Kufen wäre hier die falsche Bezeichnung), eine Abdeckung für die Elektronik und das Herz des Ganzen: die Stabilisierungselektronik FC430. Die Anleitung ist in Englisch und Chinesisch abgefasst; eine deutsche Übersetzung fehlt, wird aber wegen des einfachen Aufbaus und der eindeutigen Zeichnungen auch nicht vermisst. Auf acht Seiten geht es um den Aufbau, vier weitere beschäftigen sich mit der Einstellung der Fernsteuerung und des Stabi-Systems sowie dem Fliegen des Modells.

Aufbau

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Im mittleren Element der Hornet sitzt eine Platine, die Motorsteuerungen, Stromversorgung und Beleuchtung auf die Ausleger verteilt.

Wie weiter oben geschrieben, soll der Aufbau innerhalb von 30 Minuten erledigt sein. Ich kann diese Zeit nicht ganz bestätigen. Mit etwa 45 Minuten »Netto-Schraubzeit« (inklusive Sendereinstellung) bin ich aber nah dran. Insgesamt geht die Montage schnell von der Hand und dürfte niemanden vor unlöbare Probleme stellen. Los geht es mit dem Zusammenstecken und Verschrauben der Ausleger mit der Zentraleinheit. Hier hat der Hersteller mitgedacht und stellt alle benötigten Verbindungen mit einem Stecker pro Ausleger her. So müssen keine überschüssigen Kabel verlegt oder untergebracht werden. Markierungen an den vier Armen und dem Mittelteil sorgen dafür, dass hier alles richtig angebracht wird. Nach dem Verschrauben werden die Kunststoff-Füße an den Auslegern montiert, und schon steht das Gebilde sicher auf der Werkbank.

»Da das Stabi-System ab Werk vorprogrammiert ist, muss man an dessen Setup, das über eine Taster und drei Potis erfolgt, nichts ändern, so dass der RC-Part bereits abgeschlossen ist..«

Für endgültige Stabilität sorgt eine oben aufgesetzte GfK-Platte, auf der später auch der Empfänger und das Stabi-System sitzen. Um den Kabelbaum von der unteren Platine nach oben zu führen, hat der Hersteller zwei Ausfräsungen vorgesehen. Deren Kanten waren allerdings recht rau und hätten bei Vibrationen sicherlich an den Kabeln gescheuert. Mit etwas Isolierband wurden sie »entschärft«. Bevor man die obere Platte befestigt, empfiehlt es sich übrigens, die Jumper zur Aktivierung der Beleuchtung aufzusetzen, die über SMD-LEDs auf den Platinen in den Auslegern realisiert wird. Etwas Verwirrung stiftet die Anleitung bei der Verbindung von Stabi-Elektronik und dem Kabelbaum zur Hauptplatine. Während das ach so geduldige Papier hier nämlich die Farben Orange, Rot und Braun für die Signalstecker vorsieht, hat der Konstrukteur sich offenbar für Grün, Blau und Lila entschieden. Mangels besseren Wissens habe ich die Stecker dann entsprechend der Reihenfolge eingesteckt, was sich auch als stimmig herausstellte. Dieser »Bug« ist aber bekannt und soll behoben werden bzw. ist zu dem Zeitpunkt, wo Sie das lesen, wahrscheinlich schon behoben. Die Verkabelung von Stabi und Empfänger ist wiederum problemlos.

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Die Stablisierungselektronik FC430 von Dualsky liegt fertig voreingestellt bei und funktionert absolut perfekt.

Anschließend kann man die Fernsteuerung entsprechend der Anleitung programmieren. Der Hersteller gibt erfreulicherweise die für den Flugbetrieb wichtigste Einstellung, nämlich Servoreverse für die RC-Systeme von Futaba, JR, Spektrum und Graupner vor, so dass das Modell direkt richtig auf die Steuersignale reagiert. Die Größe der Ausschläge muss der Pilot dann entsprechend dem eigenen Geschmack selbst festlegen. Neben den Funktionen Nick, Roll, Hochachsendrehung (Heckrotor wäre ja nicht so ganz richtig) und Gas kann man bei Bedarf einen Zusatzkanal nutzen, um die Steuercharakteristik der Hornet zu beeinflussen. Über einen Dreistufenschalter lassen sich dann die Setups »Schweben und Rundflug«, »schnell und sportlich« sowie »wendig und Kunstflug« abrufen. Nutzt man diese Möglichkeit nicht, arbeitet das System auf »Schweben und Rundflug«. Da das Stabi-System ab Werk vorprogrammiert ist, muss man an dessen Setup, das über eine Taster und drei Potis erfolgt, nichts ändern, so dass der RC-Part bereits abgeschlossen ist…

Einen ausführlichen Bericht über die Dualsky Hornet 460 (Montage sowie Flugerfahrungen)  lesen sie in ROTOR 8/2013 (ab 26. Juli im Handel).

Fazit

Mit der Hornet 460 hat Dualsky ein echtes Spaßgerät in die Läden gebracht. Ob man nun gemütlich eine Runde nach Feierabend drehen oder es krachen lassen will: Dieser Quadcopter beherrscht aus dem Kasten heraus beides. Der Aufbau und die Einstellungen dürften ebenfalls niemanden vor unlösbare Probleme stellen. Wenn man sich dann noch den vergleichsweise günstigen Preis anschaut, kann man doch gar nicht anders, als sich dieses Fluggerät zu gönnen.

-mf-

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